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Die Affekte

Roman

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Im Nachkriegsmünchen ist er verfemt, und so geht er mit seiner Frau und den drei Töchtern nach Bolivien, der exzentrische Hans Ertl, einst Riefenstahls erster Kameramann und Rommels 'Leibphotograph'. Doch auch das neue Leben ist reich an Spannungen, und für seine nächste Expedition, die Suche nach der verlorenen Inkastadt Paititi, muss die ganze Familie einen hohen Preis zahlen. Insbesondere Monika, die älteste Tochter und ihrem Vater frappierend ähnlich, scheint jeden Halt zu verlieren. Was als persönliche Sinnkrise beginnt, wird zu ihrer politischen Radikalisierung führen und sie zu immer extremeren Maßnahmen treiben.

Rodrigo Hasbún hat eine spektakuläre historische Episode zu einem hochexplosiven Kammerspiel verdichtet. Er erzählt von den Hoffnungen und Ernüchterungen einer deutschen Familie im südamerikanischen Exil und von den unentrinnbaren Fliehkräften der Geschichte.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
07. August 2017
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
141
Autor/Autorin
Rodrigo Hasbún
Übersetzung
Christian Hansen
Verlag/Hersteller
Originaltitel
Originalsprache
spanisch
Produktart
gebunden
Gewicht
253 g
Größe (L/B/H)
203/129/17 mm
ISBN
9783518427644

Portrait

Rodrigo Hasbún

Rodrigo Hasbún ist Jahrgang 1981, Bolivianer palästinensischer Herkunft mit Wohnsitz im texanischen Houston. Die Zeitschrift Granta nennt ihn einen der besten spanischsprachigen Nachwuchsautoren seiner Generation. Die Affekte ist Hasbúns preisgekrönter zweiter Roman, sein erster in deutscher Übersetzung.


Pressestimmen

»Die Geschichte der Familie Ertl ist ein faszinierender historischer Stoff. Dank dem bolivianischen Schriftsteller Rodrigo Hasbún kann man ihn nun wiederentdecken. Mit Die Affekte hat er einen eindrucksvollen Roman vorgelegt, der auf kleinstem Raum verschiedene Perspektiven verschränkt. « Martina Laubli, Neue Zürcher Zeitung

»Hasbún ist ein stilistisch versierter Erzähler, dem das Kunststück gelingt, Gefühle auf ungefühlige Weise zu erfassen. « Jutta Person, Süddeutsche Zeitung

»Jeder wird von der unbezwingbaren Wucht, von der die Figuren bestimmt werden, affiziert. « Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Dank Hasbúns Sprache vorzüglich ins Deutsche übertragen von Christian Hansen vermittelt dieses kleine Werk mit seinen 140 Seiten aber den Eindruck, fünf Menschen näher kennengelernt zu haben als manche Bekanntschaft aus dem echten Leben. « Christian Baron, neues deutschland

»Auf nur 140 Seiten gelingt es Rodrigo Hasbún, ohne jede Sentimentalität, aber dennoch feinfühlig eine tragische Familiengeschichte so zu erzählen, wie sie sich abgespielt haben könnte. « Eva Karnofsky, WDR 5

»Rodrigo Hasbún, einer der wenigen bolivianlschen Autoren, die auf Deutsch übersetzt werden, bearbeitet eigenwillig ein aktuelles Thema, indem er die Radlkalisierung einer Jugendlichen zur selbstmörderischen Kämpferin schildert. « Tina Uhlmann, Berner Zeitung

»Eine Familiengeschichte mit einer Handgranate im Herzen. « The Guardian

»[Es geht darum], was Sprache vermag. Dass gleich ein Ton getroffen ist, der mitteilt: Hier geht dich etwas an. Hier rumort etwas, das dich beschäftigen will, über die Lebenszeit hinaus und jenseits dessen, was denn im Faktischen verhandelt wird. « Elke Schmitter, DER SPIEGEL

»Hasbúns zweiter Roman ist weder ein nostalgieseliger politscher Abenteuerroman noch eine Familienbiografie, sondern vor allem ein intimes Kammerspiel, atmosphärisch dicht und lakonisch unterkühlt erzählt und von Christian Hansen glänzend übersetzt. « Martin Halter, Badische Zeitung

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LovelyBooks-BewertungVon tinstamp am 14.12.2021
Das war leider so gar nicht mein Buch!Der Autor erzählt in seiner Novelle eine fiktive Geschichte rund um die historisch belegte Familie Ertl. Vater Hans war Bergsteiger, Kameramann, Regisseur und Kriegsberichterstatter für Propagandafilme. 1952 flüchtete er mit seiner Familie nach Bolivien, nachdem er in Deutschland als ehemaliger Kameramann Leni Riefenstahls Berufsverbot bekam. Er ist nur einer von vielen, die sich Südamerika als Zielkontinent aussuchten. Alleine durch die "Rattenlinie" flüchtetet viele ehemliage Nazis ohne jemals belangt zu werden.Hans Ertl ist ein Abenteurer und Bergsteiger. Kaum in seiner neuen Heimat angekommen, hat er ein neues Projekt vor Augen. Er möchte die verschollende Inkastadt Paititi im Dschungel finden. Mit einem Expeditionstreck und zwei seiner Töchter macht er sich auf, um die versunkene Inkastadt ausfindig zu machen. Seine Frau und seine jüngste Tochter Trixi bleiben zu Hause, während er egoistisch und ohne irgendwelche Empathie seine Ziele verfolgt.Die drei Töchter werden - bis auf Monika - nur kurz umrissen. Heidi wird nur zu Beginn erwähnt, als sie ihren Vater in den Dschungel begleitet.  Dort findet sie in Rudi ihren zukünftigen Mann, mit dem sie nach München zieht. Die Mutter stirbt viel zu früh und Trixi findet keinen Halt bei den restlichen Familienmitgliedern. Monika beginnt sich zu radikalisieren und wird Mitglied der bolivianischen Untergrundbewegung. Sie ist Teil einer Guerilla-Aktion, die auf den sozialistischen Wandel in diesem Land abzielt. Dem Leser ist jedoch völlig unklar WARUM sie sich radikalisiert. Der Autor klärt nicht über die schreckliche Situation der indigenen Bolivianer auf, sondern stellt die Revolutionäre eher schwach und selbstmörderisch dar.Die Geschichte wird in kurzen Episoden aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Etwas verwirrend ist dabei, dass alle in der Ich-.Perspektive erzählen und es über den kurzen Kapiteln keinerlei Informationen gibt, wer hier gerade berichtet. Erst nach einigen Sätzen erkennt man den Erzähler bzw. dass überhaupt plötzlich aus einer ein anderen Sichtweise geschrieben wird. Meiner Meinung wurde dies nicht sehr gut gelöst.Der Schreibstil ist trocken und nüchtern. Die Sätze sind kurz. Die Schrift ist groß und es wird viel Platz gelassen. Die großzügige Aufteilung und die knapp 142 Seiten sind für ein Hardcover und dem Preis von 19.- Euro zu überteuert.Leider gibt es auch kein Nachwort oder sonstige zusätzliche Informatioen über Wahrheit und Fiktion. Das Ende ist ziemlich abrupt und lässt so einige Fragen offen, die hier noch geklärt hätten werden können. Hier hilft nur die eigene Recherche im Internet. Die vielen Übersetzungen und die teilweise guten Bewertungen zu diesem Buch verstehe ich leider überhaupt nicht...Fazit:Für mich leider ein voller Flop, der mich überhaupt nicht überzeugen konnte. Eine Novelle, die nur an der Oberfläche kratzt und doch so viel zu sagen hätte. Hier ist weniger leider nicht mehr. Sehr schade!
LovelyBooks-BewertungVon Betsy am 26.07.2018
Weniger ist eben nicht immer unbedingt mehr, denn hier hätte es ruhig etwas mehr sein können, vor allem in Bezug auf das Ende.