Ich habe mich davor noch nie mit dem Thema beschäftigt, aber das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, und ich konnte es nicht weglegen!
John Green schafft es, komplexe Themen auf eine fesselnde und berührende Weise zu erzählen. Es ist kein trockenes Sachbuch voller Zahlen und Fakten, sondern sehr emotional und verknüpft Geschichte, Medizin und persönliche Schicksale alles mit dem Hauptthema Tuberkulose.
Auch der Schreibstil trägt dazu bei, dass es spannend und einfach zu lesen ist.
Im Zentrum steht Greens Begegnung mit Henry, einem jungen TB-Patienten, der ihn überhaupt erst auf das Thema brachte und dessen Geschichte wir im Buch verfolgen können.
Besonders beeindruckend ist, wie Green zeigt, dass Tuberkulose nicht nur eine Krankheit, sondern eng mit Kolonialismus, Kapitalismus und gesellschaftlichen Strukturen verwoben ist bis heute. Er zieht faszinierende Verbindungslinien zu Themen wie dem Ersten Weltkrieg und sogar zu unserem Schönheitsideal, das teilweise von der Krankheit geprägt wurde.
Was dieses Buch so emotional macht, sind die Menschen, deren Geschichten erzählt werden. Besonders berührt hat mich auch die TB-Patientin, die sich mit der Protagonistin aus Das Schicksal ist ein mieser Verräter identifizierte, weil sie wie Hazel unter Atemnot litt.
Es ist ein wichtiges Buch, das nicht nur informiert, sondern auch tief bewegt und zum Nachdenken anregt.
Dieses Buch kann ich jedem empfehlen!