Wie so viele andere habe ich mich unfassbar dolle auf diese Fortsetzung einer Reihe, die für viele eine absolute Comfort-Buchreihe ist, gefreut. Allerdings wurde ich doch in mancher Hinsicht enttäuscht...Scarlett und George sind eigentlich Konkurrenten auf der Dunbridge Academy. Doch bekanntlich heißt es ja: Was sich liebt, das neckt sich. Und das trifft wohl auch auf die beiden zu. Doch es wäre zu einfach, wenn es nicht eine Millionen Dinge gäbe, die zwischen ihnen und ihrer Beziehung stehen.Puh, wo soll ich anfangen? Ich verstehe, dass es viele Menschen gibt, die das Buch lieben und für die Dunbridge Academy ein Wohlfühlort ist. Mir geht es ähnlich. Allerdings fing es bei mir schon damit an, dass ich wirklich nur schwerlich in die neue Story reingefunden habe. Es hat schon etwas geholfen, dass so manche alte Charaktere einen erneuten Auftritt haben (Henry - da habe ich mich tatsächlich gefreut!). Zu Beginn habe ich ein wenig gerätselt, wohin die Reise geht, was ja per se nicht schlimm ist, aber tatsächlich habe ich mich doch ziemlich gelangweilt.Wenn man dann erst einmal drin ist und George und Scarlett besser kennengelernt hat, fällt einem ins Auge, dass es durchaus Parallelen zur Boys of Tommen Reihe gibt. Und das hat mich tatsächlich ziemlich gestört. Sogar die Personenkonstellation ist ähnlich (Gus ist quasi Gibbsy-2.0) mit ihren jeweiligen Charaktereigenschaften und Problemen - wie gesagt: ich habe das zumindest so empfunden nachdem ich die Reihe erst vor kurzem gelesen habe... Das ist mein Empfinden dazu, gerade auch bezüglich der Rugby Thematik, auf der anderen Seite gibt es natürlich auch mehr Bücher mit dieser Thematik und ich kann absolut nachvollziehen, wenn man das hier richtig gut und schön findet - ich war mir selbst am Anfang nicht zu 100% sicher, ob ich das nun gut oder schlecht finden soll, dass es mich eben so daran erinnert. Aber Boys of Tommen bleibt einfach für mich das gute Original, das man für meinen Geschmack so einfach nicht übertreffen kann. Dann fällt einem zusätzlich auch auf, dass Scarlett und Shannon ähnliche Biographien haben und auch die Charaktereigenschaften ähnlich sind. Also es häuft sich wirklich mit den Gemeinsamkeiten. Anyways - für mich war es einfach too much. Vielleicht kann man für die Fans der Boys of Tommen Reihe hier auch argumentieren, dass man etwas Ähnliches lesen kann. Wie gesagt: ob man das nun gut findet oder nicht, bleibt Geschmackssache.Um nochmal zu den Personen zurückzukehren - ich kann auch hier leider nur sagen, dass mich vieles eher genervt hat. Eine Liebesgeschichte, die so konstruiert wird und zumindest gefühlt keine Ecken und Kanten hat. Personen, die einfach "zu perfekt sind"... also ein Wohlfühlbuch ja, aber der Tiefgang findet sich leider eher weniger.Ansonsten lässt sich alles sehr gut runterlesen, das ist wirklich wie in den vorherigen Teilen auch schon.Ich bleibe bei einer gemischten Meinung und bin leider dennoch insgesamt eher enttäuscht. Für mich persönlich hat es hier einfach einerseits zu wenig Handlung und Story gegeben, die Personen sind mir zu flach und oberflächlich und dann kommt noch die gefühlte Ähnlichkeit mit der Boys of Tommen Reihe dazu, die mich irritiert hat.Für mich war es leider nichts, aber wie immer bleibt es wohl einfach eine Frage des Geschmacks !