Iris' Welt steht Kopf als sie die wichtigsten Menschen ihres Lebens, ihren Freund Tristan und ihre beste Freundin Mia nicht mehr an ihrer Seite hat. Nach langem Hin und her reist sie nach Marthas Vinyard zu ihrer Großmutter, um neue Kraft zu tanken und wieder zu sich selbst zu finden.Eine Begegnung am Strand bringt Iris auf andere Gedanken."Blumenmeere" von Manuela Inusa ist Band 1 ihrer "Coastlines"-Reihe. Dies ist nach der "Valerie-Lane"-Reihe und der "Kalifornische Träume"-Reihe die dritte der Autorin.Manuela Inusa ist ein Garant für Wohlfühlbücher a la Susan Wiggs. Auch dieses Mal entführt sie ihre Leserschaft wieder in die USA, dieses Mal an die Ostküste.Iris ist eine Künstlerin und als solche wirkt sie sehr sensibel. Vermutlich hängt dies auch mit ihrer eigenen familiären Geschichte zusammen und der Verbindung zu Schwester und Großmutter.In diesem Roman ist der Name auch Programm und so spielen Blumen eine große Rolle. Das hat mir vor allem bei der Kreativität der Namen der weiblichen Familienangehörigen gefallen und auch die Beschreibungen von Grandma Junes neuem Haus und dem damit verbundenen Garten, taten ihr übriges.Was ich nicht so ganz verstanden habe, sind die Beziehungen zu Mia und Tristan. Rückblickend fand ich diese doch sehr negativ und war verwundert, dass gerade die Freundschaft zu Mia so lange hielt. Aber auch die Beziehung zu Tristan wirkte sehr oberflächlich.Obwohl Iris eine freundliche und sensible Person ist, waren wir nicht auf einer Wellenlänge. Mir war ihr Charakter auf Dauer zu trüb. Sicher war alles nicht so einfach. Ich denke jedoch, dass ab einer bestimmten Stelle professionelle Hilfe kein Tabu gewesen wäre. Vielmehr taucht diese Thematik hier leider nicht auf und Iris macht alles mit sich selber aus.Ich hätte mir trotz allem auch noch eine Szene mit ihrer Mutter gewünscht, da ich denke, dass es ihr langfristig viel für ihr weiteres Leben und ihren Charakter gebracht hätte.Alles in allem ein guter Roman, dem aber eine gewisse Frische fehlt und der sich trotz des ernsten Themas nicht mit der Tiefe des Themas beschäftigt. Ich bin gespannt, wie es mit den "Seesternnächten" weitergehen wird.