Einerseits erscheint der hier rekonstruierte archaische Kosmopolitismus in seinen Kernthemen von der Natur beherrscht oder in sie integriert, andrerseits setzt er Kreativität frei, als ob ein aus den Fugen geratener Kosmos immer neu zusammenzuhalten wäre. In diesem Spannungsfeld zwischen konservierender Tradition und experimenteller Vision haben sich Stammesgesellschaften, frühe Reichsbildungen und Religionsvölker über Jahrtausende bewährt, bevor die bekannten Schriftreligionen einen gänzlich neuen Typus von Weltanschauung und Geschichtssinn hervorbrachten.
Dessen Überzeugungskraft und Siegeszug rechtfertigt die Rede vom sterbenden Heidentum , dem zuzuhören aber auch für den modernen Menschen ob bibelgläubig oder nicht von Gewinn sein kann.
Inhaltsverzeichnis
InhaltVorredeEinleitungA Die Welt außer KontrolleI. WasserWasserlehrenWasserreligionenWasser der AndenDas Ein- und UntertauchenDie ewige WiederkehrII. ErdeDer feste GrundMutter und GrabÜbersetzungsproblemeAfrikanische ErdreligionMutter und SohnHandsymbolikDie Geburt des Tempels aus dem GrabDie Welt als TotenbergIII. HimmelDienst der FerneHimmel-Erde-TrennungDie WettergötterDer Kult der unbesiegten SonneMondkulteAndere HimmelsgötterDas Kleine im Großen und umgekehrtIV. FeuerDer FeuerbringerDie Nachschöpfung¿Teufelsanbeter¿Der TeufelsbundEschu der YorubaDas heilige Herd-, Haus- und HoffeuerB. Natur im Spiegel der KulturV. PflanzeBaumgeburtenBaumfrevelBaumopferDer Mythos von HainuweleDema-GötterPflanzliche WirkkräfteVI. TierDas Tier als RächerTodes- und LebenskreisDas Tier als LehrmeisterBedeutungsträger TierQuelle der VerrückungVII. MenschHexenBesessenheitGeisterglaubeGeistheilungBesessenheitskulteKultur als fruchtbares MißverständnisVIII. SexualitätSexualreligionUrzwittertumDas DoppelgeschlechtTransvestitionIX. TodGräberkultTodesgötterDer TöterkomplexTötungsübungenDer weibliche TodSchlimmer Tod und sein GegenteilSeelenträger und LebensbündeVom Sinn des TodesX. TraumDie TraumkoordinatenDie RationalitätsdebatteTraumforschungTraumgesellschaftenHeidnischer SurrealismusTraum und DividuumXI. ZeitDie Zeit als KreisDarstellung im KultspielDas agonale PrinzipNichts Neues unter der SonneZeitlosigkeitMaßlosigkeitZeitmarkenXII. KunstDie Macht der WerkeOrnament des LebensAbgebildete HierophanienMimesisDer getanzte SchreckenKunst als GestaltswandelDie Kunst der Mami WataC. Verfügungen über Geister und den GeistXIII. MagieDer bekennende AberglaubeMagie als UntersuchungsgegenstandDer Zauber von Bild und ZahlDie Wahrnehmung von QualitätenXIV. SchamanismusZwischen Charisma und BetrugDie doppelte InitiationSchamaninnenMeisterschaft der EkstaseSchamanismus und ModerneDer erste KünstlerXV. MissionDie Revolution der ReligionSonderfall IslamEthnozid und GenozidUmwidmungenDer Geist der MissionIslamische MissionMission im Dienste der VernunftTheologie der BefreiungXVI. Rückkehr der Götter und Geister?Götterfahrt über den AtlantikDer Glaube an KräfteTanz in den Tod und zurückEpilogReligiöses UrgesteinDie Macht der WiederholungLiteraturGlossare und RegisterI. Religionsethnologische FachausdrückeII. Im Text erwähnte Stammesgesellschaften/Ethnienoder GruppenIII. Gottheiten, Geister und DämonenIV. Personen-IndexBildnachweise