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Der Bananentourist

Die großen Romane

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Ein exotischer Simenon mit ungewöhnlichem Setting und scharfer Menschenkenntnis

Ein exotischer Simenon mit ungewöhnlichem Setting und scharfer Menschenkenntnis

»Ich halte Simenon für den besten Realisten, besser als Zola oder Balzac. « -Anaïs Nin

Der junge Oscar Donadieu, Erbe einer einflussreichen Reederdynastie, kehrt seiner Familie den Rücken und macht sich auf den Weg nach Tahiti. Hier will er sein Leben als »Bananentourist« verbringen, wie die Einheimischen Leute wie ihn nennen - im Einklang mit der Natur, fernab von Heimat und Zivilisation. Nach einer anstrengenden Schiffsreise, mit einem Mörder an Bord und allerlei unangenehmen Begegnungen, verbringt er einige Tage unter lauter europäischen »Stammgästen«, dann zieht es ihn in die Wildnis. Doch seine selbst gewählte Einsamkeit wird unverhofft gestört . . .

Mit einem Nachwort von Thomas Bockelmann

Inhaltsverzeichnis

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Titelseite
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Das richtige Leben
Über Georges Simenon
Impressum

Produktdetails

Erscheinungsdatum
04. März 2020
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
217
Reihe
Die großen Romane, Band 29
Autor/Autorin
Georges Simenon
Übersetzung
Barbara Heller
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
346 g
Größe (L/B/H)
211/133/25 mm
ISBN
9783455005226

Portrait

Georges Simenon

Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 im belgischen Lüttich, gestorben am 4. September 1989 in Lausanne, gilt als der »meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, in einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit). Seine erstaunliche literarische Produktivität (75 Maigret-Romane, 117 weitere Romane und mehr als 150 Erzählungen), viele Ortswechsel und unzählige Frauen bestimmten sein Leben. Rastlos bereiste er die Welt, immer auf der Suche nach dem, »was bei allen Menschen gleich ist«. Das macht seine Bücher bis heute so zeitlos.

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Von SuPro am 26.04.2020

Hochaktuell, tiefgründig und unterhaltsam! Ein Highlight!

In dem Buch offenbart sich eine hochaktuelle Thematik obwohl es schon 1937 geschrieben wurde: fehlendes Zugehörigkeitsgefühl, Flucht aus dem subjektiv beklemmenden und unpassenden Milieu und Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Es geht um einen gescheiterten Selbstbehandlungs- und Heilungsversuch und um einen fassadären und empörenden Mordprozess. Seit 37 Tagen ist das Schiff Ile-de-Ré unterwegs. In Marseille ging es los. Tahiti ist das Ziel. Der 25-jährige introvertierte, unsichere und menschenscheue Oscar Donadieu, der Sohn eines verstorbenen, wohlhabenden und angesehenen Reeders aus Frankreich, hat beschlossen, als sog. Bananentourist auf Tahiti ¿ein natürliches Leben ohne Geld, ohne Zwänge, in idealer Umgebung¿ (Kindle, Pos. 2328) zu leben. Dieser Entschluss ist eine Flucht und ein kontraphobischer Kraftakt Oscars, um seine Neurose und das Vergangene zu überwinden. An einem Sonntag wird der Kapitän eines anderen Dampfers auf der Ile-de-Ré aufgenommen. Er hat einen Mord begangen, soll nach Tahiti gebracht und dort in der Hauptstadt Papeete vor Gericht gestellt werden. Anfang Februar legt das Schiff auf Tahiti an... Wir begleiten Oscar, lernen seine neuen Bekannten kennen und tauchen in den Prozess um den Eifersuchtsmord des 50-jährigen Kapitäns Lagre an seinem Dritten Offizier Riri ein. Georges Simenon schreibt in einer schönen, lebendig und locker dahinfließenden, bildhaften Sprache. Man kann sich Orte und Menschen lebhaft vorstellen. Der Autor erschafft einen gleichermaßen unterhaltsamen und kurzweiligen, wie interessanten und tiefgründigen Roman, der raffiniert und differenziert komponiert ist. Die Spaltung in einen inneren, nach Idealen strebenden und in einen äußeren, angepassten, mut- und hoffnungslosen Donadieu zeigt die Ambivalenz und innere Zerrissenheit des Protagonisten, der alles andere als flach oder eindimensional gezeichnet wird. Melancholie durchzieht die Geschichte wie Hintergrundmusik. Im Vordergrund stehen einerseits das verzweifelte Ringen des Protagonisten um Heilung und das ärmliche, assimilierte und z. T. hoffnungslose Schicksal der Einheimischen, sowie andererseits das oberflächliche, vor Lebenslust strotzende und vermeintlich sorglose und unbeschwerte Leben der gut betuchten, tonangebenden und hedonistischen Kolonialisten. Klare Leseempfehlung!
Von yellowdog am 03.03.2020

Südsee-Atmosphäre

Georges Simenon ist aus vielen Gründen ein Phänomen. Unter anderen auch das viele seiner Romane an den verschiedensten Orten handeln. Dieser ist in Tahiti angesiedelt. Hervorragend auch die Beschreibungen der Anfahrt des Protagonisten auf einem Luxusdampfer. Oscar Donadieu ist ein noch junger Mann, der in Tahiti die Rolle des Aussteigers einnimmt, der der Zivilisation den Rücken kehrt. Aber auch in Tahiti ist er ein Außenseiter. Mich überzeugt das Buch solange aus Donadieus Perspektive erzählt wird. Das Buch schwächelt in der Mitte, in der Donadieu abwesend ist. Später wird eine Gerichtsverhandlung im Mittelpunkt stehen, bei der gegen einen Mann verhandelt wird, den Donadieu auch kennt. Letztlich belibt Donadieu rastlos, die Einsamkeit in der Wildnis bringt nicht die erhoffte Erlösung. Es ist eine eigenwillige Südsee-Atmosphäre, die Simenon erzeugt und manchmal erinnert es leicht an die Erzählungen von W. Somerset Maugham. Es ist sicher nicht Símenons wichtigster Roman, aber er hat durchaus Qualitäten.