Bücher versandkostenfrei*100 Tage RückgaberechtAbholung in der Wunschfiliale
Ihr Ostergeschenk: 15% Rabatt auf viele Sortimente11 mit dem Code OSTERN15
Jetzt einlösen
mehr erfahren
product
cover

Roter Strom

Die Geschichte des Kernkraftwerkes Rheinsberg 1956-2000 (Zugl. Diss. Univ. Halle-Wittenberg 2020)

480 Lesepunkte
Buch (gebunden)
Buch (gebunden)
48,00 €inkl. Mwst.
Zustellung: Di, 29.04. - Mo, 05.05.
Versand in 3 Wochen
Versandkostenfrei
Empfehlen
9. Mai 1966: Ein Signal, ein Knopfdruck, das Kernkraftwerk Rheinsberg geht offiziell in Betrieb. Die DDR ist im "Atomzeitalter" angekommen, als erster der beiden deutschen Staaten. Das Kernkraftwerk Rheinsberg steht als Beispiel dafür, wie die SED-Führung seit Mitte der 1950er Jahre Herrschaftslegitimation mittels Modernisierung anstrebte. Die industrielle Nutzung der Kernenergie entwickelte sich zum festen Bestandteil der "wissenschaftlich-technischen Revolution". Ziel war die kaum begrenzte Produktion von günstigem, sauberem und sicherem Strom. Allerdings verkehrte sich die Idee in ein doppeltes Gegenteil. Zuletzt unterlag die DDR-Kernenergiewirtschaft mehr als zuvor sowjetischen und westdeutschen Abhängigkeiten. Sebastian Stude beschreibt die Geschichte der DDR-Kernenergiewirtschaft. Darüber hinaus werden am Beispiel des Kernkraftwerkes Rheinsberg Modernisierungsprozesse und soziale Praktiken in einer ostdeutschen Randregion geschildert. Es wird gezeigt, wie der zentral entworfene Strukturwandel die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort prägte. Basis der Untersuchung war eine breite Quellengrundlage in Archiven (erstmals konnten die Überlieferungen im Betriebsarchiv des Kernkraftwerkes eingesehen werden) und Interviews mit Zeitzeugen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 9
Einleitung 11
a) Das Kernkraftwerk Rheinsberg in der historischen DDR-Forschung 11
b) Methodische Zugänge 14
1 Die DDR-Kernenergiewirtschaft 25
a) Ursprünge und Phasen der DDR-Kernenergiewirtschaft 25
b) Die industrielle Nutzung der Kernenergie als Konzept 107
2 Neuland, Spurmacher und ihre Inszenierung 128
a) Ein Kernkraftwerk wird gebaut. Erstes Kapitel über den Aufbau des Sozialismus 128
b) Eine Gesellschaft wird gebaut. Zweites Kapitel über den Aufbau des Sozialismus 164
c) Die Inszenierung. Drittes Kapitel über den Aufbau des Sozialismus 182
3 Das Kernkraftwerk und die Kernkraftwerker 196
a) Der Betrieb 199
b) Der Kernkraftwerker: neuer Mensch und sozialistischer Arbeiter 225
4 Sicherheit 268
a) Ein ostdeutscher Atomstaat ? 268
b) Stromproduktion und Risiken 289
c) Angst und Verantwortung 313
5 Ein neuer Anfang 328
a) Schaltmomente 328
b) Stilllegung und Rückbau 338
6 Schluss: Was bleibt vom roten Strom ? 347
Anhang 359
Danksagung 393
Zum Autor 394

Produktdetails

Erscheinungsdatum
15. November 2022
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
396
Autor/Autorin
Sebastian Stude
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
709 g
Größe (L/B/H)
241/163/30 mm
ISBN
9783963117473

Portrait

Sebastian Stude

Sebastian Stude, geb. 1979, studierte Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Halle (Saale) und Berlin, Stipendiat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2015 2017 Mitarbeiter der Abteilung Bildung und Forschung beim Stasi-Unterlagenarchiv, 2019 2022 Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam im BMBF-Forschungsverbund Landschaften der Verfolgung , seit 2022 Referent der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

Verschiedene Ausstellungen und Publikationen zur deutsch-deutschen Geschichte, u.a. Strom für die Republik. Die Stasi und das Kernkraftwerk Greifswald (2018).

Bewertungen

0 Bewertungen

Es wurden noch keine Bewertungen abgegeben. Schreiben Sie die erste Bewertung zu "Roter Strom" und helfen Sie damit anderen bei der Kaufentscheidung.