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Der magnetische Norden

Gespräche mit Ellen Hinsey. Erinnerungen

360 Lesepunkte
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Er hat sie alle noch gekannt: Joseph Brodsky und Czeslaw Milosz ebenso wie Wislawa Szymborska, Anna Achmatowa, Boris Pasternak und die sowjetischen Dissidenten. Als Kind erlebte Tomas Venclova die Okkupation seiner Heimat - erst durch die Sowjets, dann durch die Nazis. Sein Hunger nach Welt war unstillbar: Er ging nach Leningrad, lernte Sprachen, befasste sich mit der modernen Poesie und geriet als Übersetzer und Dichter früh ins Visier des KGB. 1976 gehörte er zu den Mitbegründern der litauischen Helsinki-Gruppe für Menschenrechte. Während eines Aufenthaltes in den USA wurde ihm 1977 die sowjetische Staatsbürgerschaft entzogen. Er lehrte bis 2012 an der Yale University und lebt seit 1990 auf zwei Kontinenten - ein Emigrant, der am unabhängigen Litauen zu viel auszusetzen hatte, um in sein Heimatland zurückzukehren, und sein Exil als "Glücksfall" empfand.

In Gesprächen mit seiner Dichterkollegin und Übersetzerin Ellen Hinsey rekapituliert er sein Leben und lässt das 20. Jahrhundert wiederauferstehen: Ob es um Freundschaften geht oder um Fragen der Poesie, ob er über die Politik der Großmächte oder über die verwickelte Geschichte Mittelosteuropas spricht - Venclovas Klugheit und Selbstironie geben dieser großen europäischen Erzählung von Entwurzelung und Heimatlosigkeit etwas heiter Gelassenes.

»Venclova ist ein nördlicher Dichter, geboren und aufgewachsen an der Ostsee, diese Landschaft ist monochrom, Grauschattierungen herrschen vor - das Licht des Himmels, zu Dunkelheit verdichtet. Beim Lesen finden wir uns in dieser Landschaft wieder. « Joseph Brodsky

Produktdetails

Erscheinungsdatum
06. März 2017
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
652
Autor/Autorin
Tomas Venclova
Übersetzung
Claudia Sinnig
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
745 g
Größe (L/B/H)
218/145/38 mm
ISBN
9783518426333

Portrait

Tomas Venclova

Tomas Venclova, 1937 in Klaipéda geboren, lebt seit 1977 in den USA und lehrt russische Literatur in Yale. Sein lyrisches und essayistisches Werk wurde vielfach übersetzt und ausgezeichnet. Venclova lebt in New Haven und Vilnius.

Claudia Sinnig, geboren 1965, aufgewachsen in Gotha. Bis 1988 Studium der russischen und englischen Sprache und Sonderstudium der litauischen Literatur in Leipzig. Ab Herbst 1989 Doktorandin an der Universität Vilnius, Mitbegründerin der Lithuanian Review, der ersten unzensierten englischen Zeitung in Litauen. Ab 1990 im Pressebüro von Parlamentspräsident Landsbergis tätig. 1992 Promotion, seither freie Autorin und Übersetzerin. Veröffentlichungen zur litauischen und russischen Literatur und Gegenwartskunst, Mitarbeit beim Kulturradio des russischen Diensts der BBC. 2002 erschien Litauen. Ein literarischer Reiseführer. Claudia Sinnig lebt in Berlin.

Tomas Venclova begegnete sie zum ersten Mal 1999 in Moskau, wo sie auch die Herausgabe seines ersten russischen Lyrikbands vorbereitete. Seither zahlreiche Übertragungen seiner Gedichte und Essays (u. a. in Wespennest, die horen, Sprache im technischen Zeitalter, Osteuropa) sowie von Vilnius. Eine Stadt in Europa (2006).

Pressestimmen

»Politisches Gezündel, ja ganze Weltenbrände hat Tomas Venclova in den bald achtzig Jahren seines Lebens zur Genüge erfahren. Der sechhundertseitige Erinnerungsband Der magnetische Norden spiegelt die großen Linien der Geschichte in seiner Biografie wider. « Judith Leister, Neue Zürcher Zeitung

»Venclova gelingt das Kunststück, ohne jedes Pathos zu erzählen, wie Wahrheit über Lüge und Freiheit über Unterdrückung siegt. « Reinhard Veser, Frankfurter Allgemeine Zeitung

» . . . ein sehr lesenswertes Buch. « Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung

»Der magnetische Norden reiht sich in die große europäische Erinnerungsliteratur über das 20. Jahrhundert ein. Nichts ist rührselig, nichts rückwärtsgewandt. Vielmehr ist Venclova ein scharfer Beobachter, der voller Witz, Selbstironie und mit beeindruckender Gelassenheit seine Lebensgeschichte erzählt. Ein Buch voller magnetischer Kraft, dem man gebannt folgt. « Christine Hamel, WDR

»Venclovas Klugheit und Selbstironie geben dieser großen europäischen Erzählung von Entwurzelung und Heimatlosigkeit etwas heiter Gelassenes. « Hessischer Rundfunk

»Faszinierend zu lesen, bei aller historischen Schwere voller Leichtigkeit und Selbstironie, mit einer Zeittafel und einem umfassenden Personenregister versehen, könnte dieses Buch wohl zum Standardwerk über Litauen avancieren. « Gerhild Heyder, Die Tagespost

»Der magnetische Norden ist ein spannendes Buch, das den Leser durch seinen fließenden Erzählton mitnimmt, das unser historisches Wissen vertieft und anschaulich macht, wie man würdevoll auch in totalitären Zeiten leben kann. « Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur

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