Der zweite Band beginnt nahtlos an der Stelle, an der der der erste endet - Won-young behält in dem kleinen Küstenstädten, in das er sich nach seiner Kündigung geflüchtet hat, den Töpfer Yoon Tae-jun im Auge - im Auftrag seines ehemaligen Chefs. Denn der junge Künstler steht hoch im Kurs bei dem großen Chef des Unternehmens, hat jedoch schon seit langer Zeit keine neuen Arbeiten mehr präsentiert. Won-young soll ihn im Auge behalten - doch er strauchelt in seiner Mission, sobald sich die Schmetterlinge regen. Die Zeichnungen sind einfach wunderbar detailliert und zart - und sie passen auch perfekt zur Geschichte, die ebenso unaufgeregt daherkommt wie im ersten Band. Pibi legt viel Wert auf die inneren Monologe der beiden Protagonisten Won und Yoon - so dass ich die beiden gut nachvollziehen konnte. Won musste sich seinen Gefühle in diesem Band stellen und aufhören, sie zu verleugnen - da war der junge Töpfer schon weiter. Das langsame sich annähern war irgendwie wirklich schön zu verfolgen, vor allen Dingen da es nicht die typische Boys Love Story ist. Störend empfand ich allerdings, dass die beiden bei wichtigen Gesprächen unterbrochen wurden - und das mehrfach. Ein Telefonanruf hier, das plötzliche Auftauchen eines Freundes dort. Das hat für das ein oder andere Augenrollen meinerseits gesorgt. Transportiert durch die Nebencharaktere werden einige Gedankengänge bei Won angestoßen. So viel Raum für die Entwicklung wie im ersten Band bekommen sie jedoch nicht. Schade - ich mochte ihre Auftritte sehr gerne im Band davor und hoffe auf mehr Stagetime im dritten. Alles in allem hat mir die Geschichte wieder viel Spaß gemacht und bekommt vier Sterne von mir.