Nach den Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs und dem kaum minder schwerwiegenden Verlust wertvoller Stadtsubstanz im Zuge des Wiederaufbaus in den sechziger und siebziger Jahren stehen europäische Städte heute vor neuen Herausforderungen: das Übermaß an Filialkonzepten in Innenstädten und die teilweise seelenlose "Stadtmöblierung" gefährden die Identität der Städte. Zugänglichkeits- und Sauberkeitsprobleme, aber auch zunehmende Leerstände lassen Passantenströme in die Innenstädte abbrechen.
Welche Weichen müssen wie gestellt werden, damit Innenstädte auch in Zukunft attraktive Kristallisationsräume der Handelskultur bleiben?
Das 7. Otto-Beisheim-Kolloquium diskutiert zentrale Fragen zur Zukunft der Stadt mit prominenten Vertretern aus Wissenschaft und Praxis. Sie zeigen exemplarisch, welchen Städten es gelang, ihre Innenstädte zu revitalisieren. Frankfurt, Malmö und Freiburg sind Beispiele für kreatives und mutiges Stadtmarketing. Die ESSHAH-Regel ist Leitfaden und Rahmen der Veranstaltung zugleich. Sie vereint sechs Kriterien erfolgreicher Stadtentwicklung: Städte sollen demnach gut erreichbar, sauber, sicher, hell, attraktiv und herzlich sein.
Inhaltsverzeichnis
Begrüßung Wissenschaftliche Beiträge ESSHAH-Regel in der Praxis. - Grußwort. - Grußwort des Dekans. - Der Einzelhandel als Treiber der Stadtentwicklung. - Die europäische Stadt: Teil unseres kulturellen Erbes. - City-Fans: Zielgruppe für die Erneuerung der Innenstadt. - Die Stadt als Marke. - Erreichbarkeit. - Sauberkeit. - Sicherheit. - Helligkeit. - Attraktivität. - Herzlichkeit. - Podiumsdiskussion. - Garanten der Zukunft der Innenstadt. - Otto Beisheim Förderpreis 2005. - Laudationes. - Zukunft der Shopping-Center. - Tendenzen des Internet-Marketing 1995 bis 2005. - Deutsche Landesbanken: Status Quo und Strategien vor dem Hintergrund des Wegfallens der Staatsgarantien. - Das Rendite-Risiko-Paradoxon bei Berücksichtigung des Entscheidungsverhaltens unter Risiko. - Der Einfluss des Selbst auf das Beschwerde-Paradoxon.