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Frau Hempels Tochter. Roman

Eine Familiengeschichte aus dem Berlin der 1920er Jahre - Reclams Klassikerinnen

(52 Bewertungen)15
220 Lesepunkte
Buch (gebunden)
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Ein Roman aus dem Berlin der Jahrhundertwende

Die Schustertochter Laura lebt mit ihren Eltern in einem Berliner Mietshaus, in dem sich die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten begegnen. Seit sie als Kindermädchen für den Bankdirektor im gleichen Haus arbeitet, träumt sie von Besserem - besonders, als sie am Fenster gegenüber einen melancholisch dreinschauenden jungen Mann entdeckt. Wird es ein Happy End für Laura und ihren verarmten Grafen geben?

Produktdetails

Erscheinungsdatum
12. Februar 2025
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
200
Autor/Autorin
Alice Berend
Nachwort
Margret Greiner
Weitere Beteiligte
Margret Greiner
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
362 g
Größe (L/B/H)
218/136/21 mm
Sonstiges
Mit Lesebändchen
ISBN
9783150115237

Portrait

Alice Berend

Alice Berend (1875 1938) war eine erfolgreiche jüdische Schriftstellerin, deren Werke vor 1933 sechsstellige Auflagen erreichten. Als die Nationalsozialisten ihr Werk verboten und verbrannten, wanderte Alice Berend in die Schweiz und später nach Italien aus.

Pressestimmen

»Man spürt eine Freude am Umgang mit Sprache, es gibt eine Komik, ohne dass Alice Berend auf Kalauer aus wäre. «
DLF Büchermarkt, 20. 02. 2025

»Es ist das Zeitzeugnis der sozialen Aufstiegsmöglichkeiten einer sich mobilisierenden Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts, ohne die prekären Lebensverhältnisse in der Großstadt Berlin zu beschönigen. «
epd, 17. 02. 2025

Bewertungen

Durchschnitt
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15
33 Bewertungen von LovelyBooks
Übersicht
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Zur Empfehlungsrangliste
LovelyBooks-BewertungVon SandraLief am 08.03.2025
Interessante Einblicke mit viel Komik in das Leben einer Arbeiterfamilie um 1910 Familie Hempel lebt in einem Mietshaus in Berlin und stellt die unterste Gesellschaftsschicht dar. Die fleißige Frau Hempel kümmert sich emsig, als eine Art Hausmeisterin/Hauswirtschafterin, um die besser gestellte Oberschicht in diesem Haus. Ihr Wunsch ist es, dass es ihrer einzigen Tochter Laura einmal besser gehen wird. Sie spart eisern jede Mark und es zahlt sich am Ende tatsächlich aus. Frau Hempel hat ein sehr gutes Geschick für Geschäfte und in der Familie "die Hosen" an.Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Er hat von Beginn an eine gewisse Komik und ich musste oft über die dargestellten Situationen schmunzeln. Z.B. Seite 52: "Auch Ida weihte einer getrüffelten Pute ein letzte Lied" oder Seite 110 " Der See glich einer guten Boullion mit Fettaugen".Schein und Sein werden mit einem ganz besonderen Humor entlarvt. Auch die dargestellten Werte und Lebensumstände werden sehr lebendig beschrieben. Frauen sind in diesem Roman nicht das schwächere Geschlecht. Sie sind schlau, mutig, ausdauernd und helfen sich gegenseitig. Ich konnte mir alle beschriebenen Ereignisse sehr gut vorstellen und bin eine Zeitlang, in eine ganz andere Welt eingetaucht.Anfangs habe ich mich ein bisschen schwer getan, mit der so ganz anderen Erzählweise/Sprache. Wie in diesem Buch wird heute nicht mehr gesprochen. Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt. Am Ende der Geschichte gibt es für die Fremdwörter eine kleine Erklärung. Auch zur Autorin Alice Berend, wird einiges berichtet und das fand ich wirklich sehr interessant. Ich finde, Sie war eine ganz besondere Frau. Was wäre wohl aus ihr geworden, mit ihrem besonderen Talent Geschichten zu erzählen, wenn sie in unserer Zeit gelebt hätte? Sie hätte sich sicher entfalten können und wäre nicht nieder gemacht wurden von einem Naziregime und dann verarmt im Exil gestorben.   Der Leser/die Leserin bekommt viele Redewendungen geboten und erhält Einblicke in das Leben zur damaligen Zeit. Ich finde die Geschichte sehr interessant und lehrreich. Eigentlich hat sich die Menschheit doch nicht so stark verändert. Die Charaktere, die Wünsche und Gedanken, die hier beschrieben werden, findet man auch heute noch in den verschiedenen Gesellschaftsschichten.Ich empfehle allen Lesern/Leserinnen dieses Buch, die sich gern mit der damaligen Zeit auseinandersetzen und Geschichten über das Leben um 1900 mögen. Es ist ein ganz besonderer Roman und ich gebe gern 5 Sterne! Schön, dass der Reclam Verlag diesen alten Roman neu rausgebracht hat und wir die Geschichte von Alice Berend kennenlernen können. Sie ist nicht vergessen!  
Von Simone Richter am 02.03.2025

Unterhaltsamer 20-er-Jahre-Klassiker über Aufstieg einer kleinen-Leute-Familie

Für die Reihe DAMALS HEUTE MORGEN: Reclams Klassikerinnen aus der Versenkung geholt, wurde Frau Hempels Tochter zu Recht von Alice Berend wieder hervorgeholt. Dieser Roman ist 1913 erschienen und somit schon über 110 Jahre alt. In diesem Roman möchte die Portiersfrau Hempel in einem Berliner Mietshaus ein gutes Leben für die Tochter Laura haben. Diese arbeitet für einen Bankdirektor als Kindermädchen und träumt von einem verarmten Grafen, den sie vom Fenster gegenüber beobachtet. Die tüchtige und resolute Mutter Hempel möchte raus aus dem Miethaus in dem unterschiedliche Gesellschaftsschichten leben. Wird das gelingen und es ein Happy End für Laura und ihrem Grafen geben? Berend (1875-1938) war eine erfolgreiche jüdische Schriftstellerin, deren Werke vor 1933 sechsstellige Auflagen erreichten. Hier erliest man in komischen Beschreibungen vom Berliner Kleinbürgermilieu und erfährt viel vom Hempelschen Leben mit heiterem Darüberstehen. Das enthält 33 flüssig erzählte farbige Kapitel. Zum Ende gibt es eine Erklärung, dass Orthographie und Interpunktion behutsam modernisiert, aber der Lautstand gewahrt wurde. Das ist wahrlich unterhaltsam mit den Schilderungen des Milieus vom Mietshaus, zum Bauernhof mit See und Badeanstalt bis hin zum großbürgerlichen Haus. Dabei überwiegt der Furor des Kampfes der sich krumm machenden Frau Hempel, deren Sparbücher dadurch wachsen. Man taucht ein in das pralle Milieu der vielzitierten kleinen Leute und erlebt den Aufstieg der Familie einfühlsam mit. Zum Schluss freut man sich mit der Familie. Gönnt der Familie den vorerst zarten Blütenstamm eines vermeintlichen Mandelbäumchen, den aber ein Gärtner irrtümlich gepflanzt hat und zum blaue Früchte tragenden Pflaumenbaum heranreift, worunter sie sich irgendwann alle betten. Ein verzeihlicher Irrtum. Denn man erkennt den Baum erst an seinen Früchten wie den Menschen an seinen Taten. Ein fulminant widerbelebtes Stück Zeigeschichte der goldenen 20-er Jahre.