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Inseln

Die Kartierung einer Sehnsucht

(17 Bewertungen)15
280 Lesepunkte
Buch (gebunden)
28,00 €inkl. Mwst.
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Inseln üben seit jeher eine besondere Faszination und Anziehung auf uns aus. Sie können Orte der Ruhe und Entspannung sein. Heilige oder heilende Orte. Isolation im besten oder schlechtesten Sinne. Wir verbinden sie mit berühmten Entdeckern wie Charles Darwin oder Christoph Kolumbus und durch Romane wie 'Robinson Crusoe' oder 'Die Schatzinsel' mit Abenteuern und Gefahren, Sehnsucht und Einsamkeit. All diesen und weiteren Facetten des Insellebens geht Gavin Francis nach. Dabei wirft er philosophische und psychologische Fragen auf und greift sowohl auf die großen Reiseerzählungen der Literatur als auch auf seine eigenen Erfahrungen als Inselbewohner und -reisender zurück. Er führt uns nach Treasure Island und zu den fernen Galapagosinseln, erzählt von seiner Zeit als Leuchtturmwärter auf der kleinen schottischen Isle of May - und von dem Spagat, sein Verlangen nach Selbstbestimmtheit mit dem Leben als Arzt und Familienvater zu vereinen.'Inseln. Die Kartierung einer Sehnsucht' spielt mit den Gegenpolen von Ruhe und Bewegung, Unabhängigkeit und Verbundenheit, die nie relevanter waren als in unserer heutigen, permanent vernetzten Welt.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
12. März 2021
Sprache
deutsch
Auflage
1. Auflage
Seitenanzahl
256
Reihe
Minutengeschichten (DuMont)
Autor/Autorin
Gavin Francis
Übersetzung
Sofia Blind
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Abbildungen
80 farbige Abbildungen
Gewicht
612 g
Größe (L/B/H)
216/156/23 mm
ISBN
9783832199890

Portrait

Gavin Francis

Gavin Francis, geboren 1975 in der schottischen Grafschaft Fife, ist Autor und praktischer Arzt. Nach seiner Approbation erkundete er auf ausgedehnten Reisen alle Kontinente. Er hat vier Sachbücher verfasst, darunter den Sunday-Times-Bestseller Adventures in Human Being und Empire Antarctica , das 2013 auf Deutsch erschienen ist.

Pressestimmen

»Setzt [ ] Inseln ein literarisches Denkmal«
Eva Krafczyk, DPA

»Kunstvolles Island-Hopping, nicht nur in reisearmen Zeiten. «
3SAT KULTURZEIT

»So dicht und atmosphärisch sind seine Beschreibungen, dass man meint, Möwenschreie zu hören und von der fiktiven Gischt nass zu werden [ ] ein meditatives Lesevergnügen. «


Anne Kohlick, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

»[Francis] liest von den Reiseerfahrungen anderer, etwa bei Montaigne, und seine eigenen verdichten sich zu einer Meditation aus historischen Karten und Texten, von Marc Aurel bis zu Jorge Luis Borges. «
Alexandra Wach, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Ein Buch, das einfach aussieht, vom Leser aber erst erschlossen werden muss. Die Reise lohnt sich. «
Nicolas Freund, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Mit Francis klugen Text-Fragmenten, die mit 80 wunderschönen alten Inselkarten illustriert sind, hüpft man vergnügt von einem Eiland zum nächsten, folgt seinen Ausflügen in die Literaturgeschichte, lernt viel und kann sich immer weiter weg sehnen. «
Barbara Schaefer, WELT AM SONNTAG

»Nicht nur reif für die Insel, sondern bereit für ein ganzes Buch über sie war Autor Gavin Francis und schrieb sich die Sehnsucht nach einsamen Eilanden auf 200 philosophischen Seiten von der Seele. «
Iona Schlußmeier, GEO SAISON

»Ein Buch zum Verreisen im Kopf. «
Sabrina Junge, DEUTSCHE SEESCHIFFFAHRT

»Es gibt in [Gavin Francis`] durch die reiche Illustration mit hochinteressanten alten Karten reizvoll gestalteten Werk eine Fülle schöner poetischer Umschreibungen und kluge Beobachtungen«
Theodor Geus, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Insofern ist Inseln in der erzwungenen Isolation durch die Pandemie nicht nur eine Möglichkeit, Fernweh zu stillen, sondern auch die positiven Seiten der Isolation zu untersuchen. «
Eva Krafczyk, DIE RHEINPFALZ

» Inseln nimmt den Leser mit auf die Reise«
LÜBECKER NACHRICHTEN

»Seine Manie, (vor allem karge, nördliche) Inseln aufzusuchen und ihre Geschichte zu erkunden, hat Francis zu einem bemerkenswerten Insel-Buch bewogen. [ ] Und mit all den Karten ein schön gemachtes Buch. «
NEUE PRESSE

»Es ist wahrhaftig faszinierend, sich in die historischen Karten des Buches Inseln Die Kartierung einer Sehnsucht zu vertiefen. [ ] Eine Mischung voller Magie. «
FREUNDIN

»Wer das Buch aufschlägt und meint schon nach der Lektüre weniger Sätze Möwengeschrei zu hören, hat das Wesen dieses Werks voll und ganz verstanden. «
Werner Krause, KLEINE ZEITUNG

»Ein neues Abenteuer für abenteuerlustige Leser. «
Robert Sernatini, MUSENBLÄTTER

»Dieses Buch ist kein Reisebericht klassischer Art, eher schon ein bibliophiles Meisterstück, bei dem es dem Autor gelingt, dem Leser die Faszination und das Geheimnis der Inseln nahezubringen«
Herbert Pardatscher-Bestle, BÜCHERRUNDSCHAU

»Eine Erkundung der menschlichen Faszination für Inseln . . . Diese zum Nachdenken anregende Lektüre kommt im richtigen Moment . . . eine Balance zwischen Verbundenheit und Isolation zu finden, war nie wichtiger als jetzt«
THE HERALD

»In diesem Buch sind so viele Schätze und Freuden zu finden, dass fast jede Seite zum Zitieren einlädt«
THE SCOTSMAN

»In seinem eleganten, forschenden Buch, das mit breiter Bildung und gründlicher Erfahrung gewürzt ist, liefert Francis einen frischen Blick auf ein ewiges Paradox: Ob wir gesellig in der Stadt oder abgeschieden auf einer Insel leben ein Teil von uns rätselt und fantasiert immer über die andere Option«
THE SPECTATOR

»Ein großartig geschriebenes und ebenso tiefsinniges wie abwechslungsreiches Reisebuch der besonderen Art. «
Wolfgang A. Niemann, BUCHREZENSIONEN ONLINE

Besprechung vom 19.05.2021

Meereshäuser aus Utopia

Alastair Bonnett und Gavin Francis widmen sich auf ganz verschiedene Weise dem Thema Inseln.

Jahrelang stritten sich Indien und Bangladesch um einen winzigen Landfleck im Golf von Bengalen. Er war 1970 nach den Verwüstungen des schweren Zyklons Bhola aufgetaucht. Besiedeln ließ sich das New Moore Island zwar nicht, aber als sich anbahnender Kriegsschauplatz erlangte es eine kurze Berühmtheit. Bevor ein Schuss fallen konnte, begann das eigentlich nutzlose Objekt der Begierde jedoch zu verschwinden. 2010 ließ der steigende Meeresspiegel die "Zufallsinsel", so nennt sie Alastair Bonnett in seinem Buch "Das Zeitalter der Inseln", vollständig in den Fluten untergehen.

Bonnett, Professor für Sozialgeographie an der Universität Newcastle, ist das Gegenteil eines Gelehrten, der Schreibtisch oder Labor niemals verlässt. Für sein Buch über "Die seltsamsten Orte der Welt" spürte er bereits Geisterstädte und Tunnellabyrinthe auf. Auch das Kapitel Inseln umkreiste er da beharrlich, mit Blick auf die tektonischen, vulkanischen, klimatischen und anthropogenen Prozesse. Für eine Fortsetzung blieb offenbar immer noch Stoff genug, vielleicht auch, weil Bonnett diesmal seine Beobachtungen mit kleinen Reportagen anreichern konnte.

Im Inselstaat Tonga im Südpazifik etwa reiht er sich unter die Insulaner, trifft Meeresbiologen, die den Klimawandel leugnen, wundert sich über Politiker und Aktivisten, die auf die Bedrohung ihrer Existenz mit "achselzuckender Gleichgültigkeit" reagieren. Das drohende Desaster vermittelt sich durch in Erinnerung bleibende Details, wie etwa eine epidemische Fettleibigkeit, die von der Unmöglichkeit herrühre, Obst und Gemüse anzubauen. Heftiger werdende Stürme zerstören Farmen, Salzwasser dringt in die Böden ein, was zur Folge hat, dass sich in den Geschäften überzuckerte Dosennahrung stapelt.

Kontrastreicher könnte die Situation in den Golfstaaten oder in China nicht sein, wo der Inselbau längst eine gängige Praxis der Wohnraumgewinnung ist. Auch auf den künstlichen Inseln von "Ocean Reef" an der Küste von Panama-Stadt gönnt sich eine Elite einen abgeschotteten Zufluchtsort. Bonnett besucht ihn in Begleitung eines Immobilienmaklers, der keine Notiz davon nimmt, dass nur siebzig Kilometer weiter Subsistenz-Bauern ihre insulare Lebensgrundlage versinken sehen. Schritt für Schritt eröffnen sich weitere, mit leichter Hand skizzierte Denkräume, etwa die ultralibertären Pläne für die schwimmende Stadt Seasteading, eine staatenlose Mikrogesellschaft ohne staatliche Regulierung, die der PayPal-Mitbegründer Peter Thiel auf die Landkarte utopischer Inselträume gesetzt hat.

Noch sind die Ideen, wie die anvisierten modularen Meereshäuser auf stürmischer See zurechtkommen sollen, nicht ausgereift. Trotzdem schätzt Bonnett an der wachsenden Seasteading-Bewegung ihre Energie und Bereitschaft zur autarken Ausrichtung, mit der sich das näher rückende "Zeitalter des Klimachaos" vielleicht bewältigen ließe. Auch für sozio-kulturelle Sonderfälle hat Bonnett Sinn, wenn er etwa auf seinen mäandernden Wegen - in seiner Nomenklatur von "Sterbenden Inseln" über "Müllinseln" zu "Heiligen Inseln" - beim Volk der Kuna auf den San-Blas-Inseln haltmacht. Deren Geschlechterbeziehungen weichen von Gewohnheiten auf dem Festland erheblich ab: Männer ziehen nach der Hochzeit ins Haus der Frau, und in Familien, in denen keine Töchter geboren wurden, übernehmen die jüngsten Söhne als Transgender-Männer ihre Rolle.

Die eine oder andere Redundanz hätte sich zwar vermeiden lassen. Dennoch gelingt es Bonnett auf knappem Raum, das Dilemma, "dass wir gleichzeitig zum gefährlichen Ufer hin- und davon wegrennen", anekdotenreich auszuarbeiten.

Ganz anders liest sich das Buch "Inseln" von Gavin Francis. Selbst wenn sich die beiden Briten an einem Punkt treffen, denn Francis, im Hauptberuf praktischer Arzt, bezieht sich genauso wie Bonnett auf die Erzählung "Der Mann, der Inseln liebte" von D.H. Lawrence. Bonnett interessiert dabei die wahre Geschichte dahinter, "das Insel-Hopping des Schriftstellers Compton Mackenzie, der in den 1920er Jahren eine Reihe immer kleinerer britischer Inseln pachtete oder kaufte und jeweils nur dort lebte". Francis interessiert dagegen der Autor D.H. Lawrence, den er als großen "Insula-philen" ansieht und der über seinen Aufenthalt auf Sardinien geschrieben hatte: "Es ist merkwürdig, wie wenig diese Küstenlandschaft zur Welt unserer Tage gehört." Diese selbstgenügsame "Welt für sich" ist es gerade, die Francis anzieht, ob er nun zu Fuß auf den Andamanen oder der griechischen Mönch-Insel Athos unterwegs ist. Er liest von den Reiseerfahrungen anderer, etwa bei Montaigne, und seine eigenen verdichten sich zu einer Meditation aus historischen Karten und Texten, von Marc Aurel bis zu Jorge Luis Borges.

ALEXANDRA WACH

Alastair Bonnett:

"Das Zeitalter der Inseln". Von untergehenden

Paradiesen und künstlichen Archipelen.

Aus dem Englischen von

Andreas Wirthensohn. C.H.Beck Verlag, München 2021. 246 S., Abb., geb., 23,- [Euro].

Gavin Francis: "Inseln".

Die Kartierung einer

Sehnsucht.

Aus dem Englischen

von Sofia Blind.

DuMont Verlag, Köln 2021. 256 S., Abb. ,geb.,

28,- [Euro].

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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Sehr schön innen und Aussen. Inhaltlich hätte es gerne mehr über das Physische der Inseln sein können