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Schampus für alle

ALDI eine deutsche Geschichte

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ALDI - diese vier Buchstaben haben im Positiven wie auch im Negativen Konsumverhalten und Esskultur der Deutschen wesentlich geprägt. Der Aufstieg der Brüder Karl und Theo erzählt deshalb auch von unserem Land.

Im Essener Vorort Schonnebeck in der Mittelstraße 87 öffnet der Bäckergeselle Karl Albrecht senior 1913 ein kleines, aber feines Geschäft, in dem es neben Brot auch Kaffee, Tee, Konfitüre, Butter und Kekse zu kaufen gibt. Supermärkte waren noch ferne Zukunftsmusik und jeder Kunde wurde persönlich bedient, man plauschte, kannte sich. Doch mit den Kriegen wird die Beschaffung von Lebensmitteln eine immer größere Herausforderung. Als die Söhne Karl junior und Theo dann endlich von der Front zurückkehren, machen sie aus der Not eine Tugend:
Mit niedrigen Preisen und einem äußerst schmalen Sortiment, das sich auf das Wesentliche beschränkt, locken sie die Kunden in den Jahren der Mangelwirtschaft ins Geschäft. Damit haben die Albrechts nicht nur Lebensmittel demokratisiert, sie schafften auch den Discount-Gedanken.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
28. April 2021
Sprache
deutsch
Auflage
1. Auflage
Seitenanzahl
349
Autor/Autorin
Guido Knopp
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Abbildungen
12 s/w-Abbildungen
Gewicht
440 g
Größe (L/B/H)
208/132/32 mm
ISBN
9783810530783

Portrait

Guido Knopp

Prof. Dr. Guido Knopp war jahrzehntelang der Chefhistoriker des ZDF. Er gilt als der populärste Historiker Deutschlands. Sein Name ist untrennbar verbunden mit erfolgreichen TV-Formaten wie »Die Deutschen«, »History« und »Hitlers Helfer«, die auch internationale Buch-Bestseller wurden. Zweimal war Guido Knopp Sachbuchautor des Jahres und erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen sowie das Bundesverdienstkreuz. Seit 2013 ist Guido Knopp im Ruhestand und als freier Publizist, Moderator, Produzent und Autor tätig.

Pressestimmen

Mit etlichen anderen Mythen räumt Knopp überzeugend auf. Christian Ruf, Sächsische Zeitung

ein Buch gelungen wie eine gut abgehangene ZDF-History-Doku Christoph Koopmann, Süddeutsche Zeitung

Das Wirtschaftswunder zum Nachlesen Kurier (Wien)

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LovelyBooks-BewertungVon sleepwalker1303 am 17.09.2021
Geschichte des Discount-Riesen. Über Verschwiegenheit, Geiz und Rabattschlachten. In Guido Knopps Buch "Schampus für alle. ALDI - eine deutsche Geschichte" ist der Name Programm. Der Historiker nimmt (in Zusammenarbeit mit Mario Sporn) sein Publikum mit auf eine Zeitreise von den Anfängen des Discount-Riesen bis heute. Er erlaubt einen Blick hinter die Kulissen, obwohl die Besitzerfamilie schon immer großen Wert auf Privatsphäre und Verschwiegenheit legte. Herausgekommen ist ein sehr informatives Buch, das vermutlich fast jeden ansprechen wird, denn jeder kennt ALDI und die meisten haben schon einmal dort eingekauft.Karl Albrecht sen., der Vater der Discounter-Gründer Theo und Karl war gelernter Bäcker und machte sich in Essen Schonnebeck als Brothändler selbstständig. Neben Brot und anderen Backwaren boten er und seine Frau Anna in ihrem Tante-Emma-Laden (der "Wiege des Aldi-Imperiums") auch Kaffee, Tee und Konfitüren, Butter, Margarine und Kekse an. Die Söhne mussten im Geschäft helfen, sollten sie doch, wie damals allgemein üblich "beruflich in die Fußstapfen ihrer Eltern treten". Und so lernte Theo Kaufmann im elterlichen Betrieb, Karl machte eine Lehre in einem noblen Feinkostladen. Der Rest der Aldi-Geschichte ab 1948 ist Geschichte. Oder Spekulation. Oder eine Mischung aus beidem. Guido Knopp kann zumindest auf ein paar verlässliche Quellen zurückgreifen, denn allgemein weiß man über Aldi nicht wirklich viel. So fußt dieses Buch hier in der Hauptsache auf Aussagen ehemaliger Aldi-Manager. Fakt ist aber, dass die einzig wirkliche Unternehmensstrategie der Brüder aufging. "Mit gewagten Zukunftsprojekten haben wir uns seinerzeit nicht beschäftigt, sondern nur versucht, unseren Betrieb möglichst schnell zu vergrößern", hat Theo Albrecht Anfang der 1970er gegenüber einem Journalisten erklärt. "Ihre einzige wirklich strategische Entscheidung war der Entschluss zum Aufbau und der Ausweitung ihres Filialnetzes." Und die Umstellung auf Selbstbedienung und dann das "Discount-Prinzip". Das Bild, das der Autor zeichnet ist ein interessantes, aber sehr ambivalentes. Es ist ein Bild voller Klischees von Geiz und Geheimnissen, Geschäftssinn und Verschwiegenheit, Lockangeboten und Rabattschlachten, von radikaler Preispolitik, die Lieferanten manchmal in den Konkurs trieb. Es ist ein Bild von einer von Druck und Kontrolle geprägten Mitarbeiterführung und von Müllbergen aus Einwegverpackungen ("Der Anteil der Getränke-Einwegpackungen am Hausmüll erhöhte sich von 1970 bis 1981 um 73 Prozent.") -bequem, aber trotz Recycling eine Katastrophe für die Umwelt. In aller Ausführlichkeit und sehr packend beschreibt Guido Knopp die Entführung von Theo Albrecht 1971. Im Nachgang versuchte Albrecht 1979, die sieben Millionen Mark Lösegeld als Betriebsausgabe anzusetzen, vor Gericht scheiterte er damit aber. Geiz mag geil sein, aber das ging dem Gericht zu weit. Mit der Aufspaltung des Konzerns in zig Regionalgesellschaften, um die Pflicht zur Offenlegung von Geschäftszahlen zu umgehen, hatten die Brüder in den 1960er Jahren allerdings Erfolg. Und natürlich beleuchtet der Autor auch die Teilung des Konzerns entlang des "Aldi-Äquators". "Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt." - in wie weit dieses Bismarck-Zitat auf die Albrecht-Familie zutrifft, kann ich nicht sagen. Aber es scheint, dass Gedanke und Geist von Theo und Karl Albrecht nicht so ganz in den Nachkommen weiterleben. Nicht nur mit der "Affäre Achenbach" kam Aldi in die eher negativen Schlagzeilen, die Familien sind wohl zerstritten ("Mit den guten Sitten in der Familie Albrecht war es endgültig vorbei"). Für mich war es ein sehr informatives, unterhaltsames, kurzweiliges und höchst aktuelles Buch. Selbst auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie fehlen nicht. Der Autor schreibt flott und flüssig, sein Stil ist bodenständig und so macht er aus einem eigentlichen Sachbuch eine Romanbiografie eines Konzerns, eingeordnet in Zeitgeschichte und Zeitgeist. Von mir daher fünf Sterne.
LovelyBooks-BewertungVon Marilix am 09.08.2021
Da ich die Geschichte der Albrechts durch Potcasts verfolgt habe, war mir dieses Buch nichts Neues und zu langatmig. Dennoch gut geschrieben