Was erwartet einen?
Das Buch beginnt mit einem Theorieteil, auf den dann Rezepte (auch von anderen Kochbuchautor*innen) folgen. Zudem gibt es eine Checkliste zum Ausdrucken, damit man direkt die Theorie in die Praxis umsetzen kann.
Was habe ich bisher getestet?
Ich habe das Buch primär als Input für die Hintergründe der aktuell vermehrt erwähnten 30 plants per week-Idee verwendet. Der Theorie-Teil war für mich also der entscheidendere Teil. Die Rezepte habe ich ein wenig durchstöbert.
Was gefällt mir gut / hat mich positiv überrascht?
Die Theorie wird übersichtlich und verständlich beschrieben und es werden auch Fragen geklärt, warum gerade viele verschiedene Pflanzen einen größeren Nutzen haben, als immer die identischen in vielleicht größerer Menge. Ich würde sagen, dass es mir grundsätzlich geholfen hat, mehr über gesunde Ernährung zu lernen.
Die beiden Tracker, die man sich ausdrucken kann, sind eine super Grundlage um direkt zu starten und einfach mal den aktuellen Essenszustand zu beobachten. Ich kenne mich zu wenig mit Essstörungen aus, um zu wissen, ob dann das Buch tendenziell eher ungeeignet ist.
Was hat mir gefehlt?
Tatsächlich waren für mich die Rezepte eher enttäuschend. Dies stößt mir negativ auf, weil die einen Großteil des Buches ausmachen. Wie bereits erwähnt sind es Rezepte aus anderen im Verlag erschienenen Kochbüchern, die hier in eine geeignete pflanzenreiche Sammlung kopiert wurden - so zumindest mein Verständnis.
Zudem wird bei jedem Rezept vermerkt, wie viele Pflanzen enthalten sind. Und obwohl die Autorin im Theorieteil selbst anregt, dass man bei Gewürzen jetzt nicht alle Gewürze einzeln als Pflanze abhakt, weil man nicht nur darüber die Vielfalt herstellen soll, werden sie eben im Praxisteil alle mitgezählt.
Ich hätte mir hier mehr Tipps gewünscht, wie ich vielleicht meine vorhandene Kochroutine pflanzenvielfältiger gestalten kann oder auch versteckt mehr Pflanzen integrieren kann. So wird hier eher aufgezeigt, welche Länderküchen besonders geeignet zu sein scheinen.
Fazit:
Spannende Idee, finde es schön, dass das Thema in einem deutschen Buch aufgegriffen wird. Hat mich auf jeden Fall motiviert, mal meine eigene Ernährung im Bezug auf Vielfältigkeit zu tracken und zu verbessern.