Beschreibung des Buchs: Im Kindergarten findet ein Kostümfest statt und Anton weiß ad hoc, dass er sich als Prinzessin mit Krönchen und rosa Glitzerkleid verkleiden will. Ella ist skeptisch, da Anton ein Junge ist und schlägt ihm andere Kostüme, wie Ritter, Astronaut oder König vor. Anton bleibt aber dabei: er möchte eine Prinzessin sein...Gedanken zum Buch:Kurz vor Fasching äußern die Kinder, als was sie sich verkleiden möchten und das kann bei manchen Eltern zu Stirnrunzeln führen, vor allem wenn der Sohn sich lieber als Marienkäfer, Fee oder Prinzessin verkleiden möchte. Vielen Eltern geht es gar nicht darum, dass das Kind nicht als Prinzessin verkleidet sein darf, sondern darum, ob es wohl von den anderen Kindern ausgelacht wird. Im Kindergarten ist dies oft noch nicht der Fall, doch auch wenn, sind es wir Eltern, die unseren Kindern die Klischees bewusst oder unbewusst vermitteln. Mit diesem Buch kann man Klischees proaktiv aufbrechen. Ich bin eigentlich kein Fan von Büchern, die dem Einwand "...aber du bist ja ein Junge" viel Platz einräumen. In diesem Buch ist dieser Satz ebenso zu finden, aber ohne ihm würde wohl die Geschichte nicht funktionieren. Ella schlägt allerlei andere Kostüme vor, die sie selbst auch trägt und gibt Anton schlussendlich völlig selbstverständlich das rosa Prinzessinnenkleid. Meine Kinder mögen das Buch total gern. Es kommt mit wenig Text aus, beeindruckt aber mit den tollen Illustrationen. Cool finde ich auch, dass Ella sich letztlich als Vampir verkleidet und ein anderes männlich gelesenes Kind einen lila Zaubereranzug trägt. Außerdem endet das Buch mit dem Satz: "Jungen können alles sein, Mädchen auch!"Fazit: ein Buch, das Geschlechterklischees aufsprengt und aufzeigt, Jungen können alles sein, Mädchen auch!