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Kleine Probleme

Roman

(240 Bewertungen)15
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Nele Pollatschek erzählt eine alltägliche Geschichte, die mitten ins Herz unserer Existenz trifft. Aus einer To-do-Liste entsteht ein schillernder Roman darüber, wie schwer es ist, einfach nur zu leben.

31. Dezember. Steuererklärung, Wohnung putzen, Bett für die Tochter zusammenschrauben, Lebenswerk schreiben, mit dem Rauchen aufhören - eigentlich wollte Lars, neunundvierzigjähriger Vieldenker und angehender Schriftsteller, die Lücke zwischen den Jahren dafür nutzen, endlich alles zu erledigen, was in den letzten Dekaden so auf der Strecke geblieben ist. Das neue Jahr, so sein Plan, sollte in einem aufgeräumten Leben beginnen. Der Zeitpunkt dafür schien perfekt: Die Kinder waren im Auslandsjahr, die Frau unterwegs. Keiner da, der stören könnte.

Doch die Woche, in der noch alles zu schaffen gewesen wäre - plötzlich ist sie aufgebraucht. Der letzte Tag des Jahres hat begonnen - mit Nieselregen, wie sonst? Das Haus ist immer noch chaotisch. Das Leben sowieso. Und als Lars den ersten Punkt seiner To-do-Liste ansteuert, fühlt es sich an, als müsse er nicht nur sich selbst, sondern eine ganze Welt neu erfinden.

In ihrem lustigen, tragischen und philosophischen Roman erzählt Nele Pollatschek von Chaos und der Sehnsucht nach Ordnung, von perfekten Kindern und unperfekten Eltern, von Liebe, kleinen Schrauben und großen Werken. Vor allem aber erzählt sie von der Schwierigkeit, sein Leben nicht auf später zu verschieben.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
07. September 2023
Sprache
deutsch
Auflage
14. Auflage
Seitenanzahl
208
Autor/Autorin
Nele Pollatschek
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
318 g
Größe (L/B/H)
211/133/23 mm
Sonstiges
Lesebändchen
ISBN
9783869712406

Portrait

Nele Pollatschek

Nele Pollatschek, 1988 in Berlin geboren, hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert und wurde darin 2018 promoviert. Für ihren Debütroman »Das Unglück anderer Leute« (2016) erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis (2017) und den Grimmelshausen-Förderpreis (2019). Es folgte das Sachbuch »Dear Oxbridge. Liebesbrief an England« (2020). Nele Pollatschek schreibt für DIE ZEIT, sie wurde Kulturjournalistin des Jahres (2023, 2024), erhielt den Deutschen Reporterpreis (2022) sowie den Förderpreis für Komische Literatur (2024).


Pressestimmen

Zum Lachen, zum Weinen einfach ein gutes Buch! Denis Scheck, SWR Lesenswert

Irre lustig. Und das ist so toll, weil richtig gute lustige Bücher ja viel seltener sind als gute tragische Bücher. Maren Keller, Spiegel Bestseller

Generell eine tolle Autorin mit ungewöhnlichem Talent. Sebastian Hammelehle, Spiegel Bestseller

Eine meisterhafte Attacke auf das Zwerchfell ist dieser innere Monolog und eine minutiöse Analyse von Momenten wirbelnder Verzweiflung unter dem Mikroskop. Jochanan Shelliem, NDR Kultur

Ein zutiefst witziges und philosophisches Buch für alle, die wissen, was der innere Schweinehund ist. Juli Zeh, ZDF Literarisches Quartett

Eines der ganz wenigen Exemplare der deutschen Gegenwartsliteratur mit wirklich herrlichem Humor. Adam Soboczynski, ZDF Literarisches Quartett

Ich habe selten bei der Lektüre eines deutschen Romans so viel gelacht. Thea Dorn, ZDF Literarisches Quartett

Diese Autorin gehört, um das gleich mal zu sagen, zu den klügsten, die es hierzulande gibt. Elke Schmitter, Die Zeit

So wohltuend, (. . .) einmal wieder eine so humorige, selbstironische (Nicht-)Ich-Erzählung über vermeintlich kleine Probleme zu lesen vor allem wenn sie so hervorragend geschrieben ist wie diese. Tom Wohlfarth, taz

Ein schreiend komischer, kluger und ungemein zärtlicher Roman. Gesa Ufer, rbb radioeins

Pollatschek betrachtet die Welt wie durch eine Lupe. Sie schaut auch dort genau hin, wo andere wegschauen. Dabei erfasst sie nicht nur die tragischen Seiten der Welt, sondern auch die komischen. Hilka Sinning, ARD ttt

Nele Pollatschek gehört zu den interessantesten Stimmen der jungen deutschen Literatur. Max Moor, ARD ttt

Nicht nur ein zutiefst witziges, sondern auch ein zutiefst philosophisches Buch, das den Zeitgeist kräftig am Wickel hat. (. . .) Und deshalb sollten wir dieses Buch alle lesen. Und zwar sofort. Nicht erst morgen oder übermorgen oder nächstes Jahr! Juli Zeh, Edle Federn

Bewertungen

Durchschnitt
240 Bewertungen
15
157 Bewertungen von LovelyBooks
Übersicht
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68
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Zur Empfehlungsrangliste
LovelyBooks-BewertungVon snowwhite am 05.02.2025
Von hoffnungsloser Antriebslosigkeit und Prokrastination. Ein feines, ruhiges Buch, das ich gerne mochte.
Von Sommerlese am 22.01.2025

Ich habe Tränen gelacht: Machen statt Reden und Denken

Im Ki Wi Verlag erscheint der Roman Kleine Probleme von Nele Pollatschek. Der 49-jährige Lars ist Denker und angehender Schriftsteller, ein Mensch, der wenig praktisch veranlagt ist und mehr über die anliegenden Aufgaben nachdenkt, als sie schlussendlich mal anzupacken und abzuarbeiten. Seine Frau Johann verreist in der Woche vor Silvester, mit der Ansage, bitte zu Silvester einen Nudelsalat (Rezept hängt am Kühlschrank) zuzubereiten und zur Feier beim gemeinsamen Sohn mitzubringen. In dieser Woche nimmt Lars die nötigen Aufgaben in den Blick, es gilt die Wohnung zu putzen, die Steuererklärung zu machen und das Bett seiner Tochter zusammen zu schrauben. Das neue Jahr will er mit einem aufgeräumten Leben ohne ausstehende Aufgaben beginnen. Doch schneller als gedacht ist die Woche ohne große Aktivitäten vergangen, Lars verbleibt nur noch Silvester und er macht sich an seinen Plan, den er Punkt für Punkt angeht. Natürlich mit seiner ihm eigenen, etwas verpeilten Art. Nele Pollatschek hat einen wortgewandten, bildhaften Erzählstil, der Lars Probleme des Alltagslebens auf wunderbar humorvolle, aber auch liebevolle und manchmal sogar philosophisch ausufernde Weise beschreibt. Zu Anfang musste ich mich erst einmal an die ellenlangen Kettensätze gewöhnen, die wie ich später bemerkte, aber ganz wunderbar der Art des passiven Dauer-Denkers Lars entsprechen. Es ist eine Geschichte, die tragisch und komisch zugleich daherkommt. Wer sich vor unerledigten Dingen drückt, den erwischt das schlechte Gewissen spätestens zum Jahreswechsel. Eine Woche ohne Frau und Kinder vor Silvester ist die Chance für Lars, endlich mal die liegen gebliebenen Aufgaben zu schaffen, die seit langer Zeit liegen geblieben sind und die er bisher nur vor sich hergeschoben hat. Doch diese freie Woche verstreicht ohne große Aktivitäten und zu Silvester packt Lars die große Panik. Ihm bleibt noch ein Tag, um seiner Familie zu beweisen, was er so schaffen kann. Sie kennen seine Untätigkeit und diese Wunde nagt an ihm. Es hilft alles nichts, er muss den Wochenplan abarbeiten. So reinigt er im Winter bei Schneetreiben die Regenrinne, weiß aber selbst, wie viel besser das im Herbst gegangen wäre. Das neue Bettgestell von IKEA für seine Tochter befindet sich seit Monaten noch in den Originalkartons, sie schläft auf einer Matratze auf dem Fußboden. Er erfindet Namen für alle tausend Bauteile und Schräubchen und ergeht sich fast selbst verliebt in seinen Wortschöpfungen. Und die überaus nötige Putzaktion artet in eine wahre Chaosorgie aus, bei der ich Tränen gelacht habe. Während seiner gerade ausgeführten Aufgabe macht sich Lars ausufernde Gedanken, die meistens mit der Aufgabe kaum etwas zu tun haben. Mit diesen Denk-Ergüssen stellt er seiner Leserschaft seine Familie und seine eigenen Unzulänglichkeiten vor. Man kann sich während des Lesens nur wundern, dass Johanna nicht schon längst die Reißleine gezogen hat und dass ihn seine Kinder nicht für völlig unfähig halten. Lars möchte seinem Leben neuen Schub geben und seiner Familie beweisen, dass er auch ein Macher ist. Deshalb will er sich ändern und endlich mal etwas bewegen. Doch mit jeder kleinen Aktion erkennt man seine schräge Verpeiltheit, lacht über merkwürdige Vorgänge und hofft inständig, dass ihm seine Aufgabe gelingt. Am meisten habe ich darüber gelacht, wie sich Lars bei jeder noch so kleinen erledigten oder nicht erledigten Sache feiert. Eine literarische Perle, die uns die Unzulänglichkeiten der Trägheit vor Augen hält, die uns von vielen Aufgaben des Lebens abhält. Doch wenn die Liebe in Gefahr ist, muss man etwas bewegen!