Worum geht es:Navier, Kaiserin des Östlichen Imperiums, ist anmutig und schön. Mit ihrem Ehemann verbindet sie eine lange Freundschaft, jedoch ist daraus nie Liebe entstanden. Trotzdem ist Navier mit ihrem Leben und ihren Aufgaben am Hofe zufrieden und erfüllt ihre Rolle perfekt. Ihre geordnete Welt erhält allerdings Risse, als der Kaiser sein Augenmerk auf seine neue Konkubine richtet und Navier immer mehr unter ihrer Anwesenheit und ihren Frechheiten zu leiden hat, für die allerdings die Kaiserin die Konsequenzen tragen muss. Als der Kaiser von ihr die Scheidung fordert, hat sie bereits einen ausgeklügelten Gegenschlag in petto....Meinung:Der Manhwa Neustart konnte mich komplett abholen, denn ich liebe das Setting und den Dramaanteil der Geschichte, der mich an das Buch gefesselt hat. Das Erzähltempo ist derzeit noch ruhig, trotzdem konnten mich die Charaktere und die Intrigen bei Hofe begeistern. Die Geschichte erinnert mich etwas an die "Tudors" als König Henry seine Gattin gegen eine Konkurbine "ausgetauscht" hat, was ja kein besonders gutes Ende nahm.Kaiserin Navier war mir mit ihrem starken Auftreten direkt sympathisch und ich bewundere ihren Umgang mit der schwierigen Situation, in der sie der Kaiser und seine kleine Tränentrulla von Konkubine immer wieder bringen. Die Kaiserin wikt auf den ersten Blick emotionslos, was ihrem Titel geschuldet ist, aber ihre Gedanken zeigen, dass ihr das Verhalten ihres Mannes und der Menschen in ihrem Umfeld durchaus zusetzt und sie eine verletzliche Seite hat. In ihren privaten Momenten blüht sie regelrecht auf, ist entspannt, gesprächig und fröhlich, und kann ihren Rang für einen Augenblick vergessen, um einfach eine Frau mit Bedürfnissen zu sein.Ihr lieber Ehemann dagegen hat das Feingefühl eines Elefanten und tritt Naviers Gefühle ständig mit Füßen. Bisher ist er mir wahnsinnig unsympathisch und ich denke nicht, dass sich das nochmal ändern wird. Anstatt seine Handlungen zu überdenken, gibt er grundsätzlich seiner Ehefrau die Schuld und lässt sich von der seiner Konkubine viel zu leicht um den Finger wickeln.Damit wären wir schon beim Übel der Geschichte angelangt: Rashta. Rashta hier, Rashta dort, Rashta ist einfach überall. Ich weiß wirklich nicht, wann mich zuletzt ein Charakter so unendlich genervt hat wie sie. Sobald sie auftaucht rolle ich mit den Augen und muss einmal ganz tief durchatmen. Keine Ahnung wie oft ich sie am liebsten aus dem Palastfenster geworfen hätte. Sie ist wie ein kleiner ekliger Kaugummi unter dem Tisch, den man einfach nicht weg bekommt. Und es nervt mich wirklich, wirklich sehr, dass sie von sich selbst immer in der dritten Person spricht.So naiv, wie Rashta auf den ersten Blick wirken mag, so durchtrieben und hinterhältig ist sie aber auch, denn sie weiß ganz genau was sie tun muss, um den Kaiser zu manipulieren und die Kaiserin in ein schlechtes Licht zu rücken. Wenn sie nicht bekommt was sie will, oder um Aufmerksamkeit zu erregen, fängt sie auf Kommando an zu weinen und der edle Kaiser sieht sich sofort verpflichtet, ihre Ehre zu verteidigen. Puh... da kann man nur mit dem Kopf schütteln.Obwohl das Tempo wirklich gemächlich vor sich hin gleitet, passiert emotional schon richtig viel. Zumindest bei mir, denn ich habe mich oft ziemlich aufgeregt und wollte Navier ganz oft umarmen. Zum Glück hat ein attraktiver Brieffreund, der ein Geheimnis mit sich trägt, gefallen an ihr gefunden und der Plot am Anfang hat direkt für Spannung gesorgt. Ich bin wirklich gespannt, wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist und wie der Kaiser auf die Forderung seiner Ehefrau reagiert. Ich brauche auf jeden Fall noch ganz viele Bände mit dieser starken Frau.