In The Freedom Clause von Hannah Sloane, übersetzt von Verena Ludorff, geht es um Daphne und Dominic, ein Ehepaar, das nach drei Jahren glücklicher Ehe beschließt, die Beziehung zu öffnen, um mehr Spannung in ihr Sexleben zu bringen. Dabei legen sie klare Regeln fest: einmal im Jahr, immer mit einer anderen Person, niemanden, den sie kennen, und nach fünf Jahren ist Schluss. Doch wie so oft läuft nicht alles nach Plan, und wir begleiten die beiden durch diese fünf Jahre voller Höhen und Tiefen.
Ich fand den Schreibstil wirklich großartig. Das Buch war so flüssig und fesselnd geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Besonders Daphne ist ein richtig starker Charakter. Es hat mir gefallen, wie sie sich im Lauf der Geschichte entwickelt und lernt, für sich selbst einzustehen. Diese feministische Botschaft hat bei mir definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Auch der Humor in dem Buch hat mich abgeholt, vor allem durch Daphnes Blog, in dem sie ihre Erlebnisse auf eine witzige Weise teilt. Die Rezepte, die sie da einbaut, klingen so gut, dass ich mich gefragt habe, ob man die wohl wirklich nachkochen kann. Außerdem fand ich es spannend zu sehen, wie Dominic mit der Freiheitsklausel letztlich selbst zu kämpfen hat das war für mich ein interessanter und irgendwie auch befriedigender Aspekt.
Was mich ein bisschen gestört hat, ist, dass es keine klassischen Kapitel gibt. Die fünf Jahre sind grob in Abschnitte unterteilt, aber so richtige Kapitel fehlen. Das hat den Lesefluss nicht komplett gestört, aber es hätte das Lesen etwas angenehmer gemacht.
The Freedom Clause ist ein spannendes und unterhaltsames Buch, das sich mit modernen Beziehungsmodellen und Selbstfindung beschäftigt. Vor allem Daphnes Reise hat mich begeistert. Trotz der kleinen Schwäche mit der Kapitelaufteilung kann ich das Buch absolut empfehlen, besonders wenn man Geschichten mag, die zum Nachdenken anregen und dabei auch noch Spaß machen!