"In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag zerstörte Paul Kilian mit Hilfe von Hammer und Meißel die Hände der männlichen Figuren auf den spätromanischen Fresken in der Kirche von Obergrabern."
Schon als Kind erfährt Paul von seinem Vater nur Abneigung und Aggressivität. Deshalb empfindet er Männerhände als etwas Gefährliches. Einzig die Hände seiner Mutter spenden ihm Trost und Zärtlichkeit. Als der Vater eine Hand verliert, kann er ihn zwar nicht mehr schlagen, doch Zuneigung oder ein nettes Wort erhält Paul trotzdem nicht. So setzt der mittlerweile erwachsene Paul sein Augenmerk auf Männer, die eine Handprothese tragen. Er ist überzeugt, dass ihm eine Plastikhand mehr Liebe schenken kann als eine echte. Als Paul auf Alexander trifft, kommen seine Vorstellungen jedoch ins Wanken. Denn Alexander trägt keine Handprothese . . .
Mit großem Einfühlungsvermögen in die subtilen Zwischentöne von menschlichen Beziehungen beschreibt Paul Senftenberg den schwierigen Weg seines Protagonisten von Misstrauen und Angst hin zu der Bereitschaft, sich auf die Liebe zu einem anderen Mann wirklich einzulassen. Ein zuweilen verstörender Roman voll starker Bilder, der von seelischen Narben erzählt und vom Mut, sich ihnen zu stellen und vertrauensvoll den Möglichkeiten zu öffnen, die das Leben bietet.
Interessante Story, aber Wortwahl und Schreibstil fand ich persönlich echt furchtbar. Leider nicht meins.
LovelyBooks-BewertungVon SallysAngelam 15.11.2015
Paul Kilian sucht sich Männer mit Handprothesen, da normale Hände ihn zu sehr verletzt haben und er sich von den Prothesen endlich Zuneigung und Zärtlichkeit erhofft. Gefühle, die er von seinem Vater nie erfahren hat.Meine Meinung:Stil:Das Buch ist zumeist aus der Sicht von Paul geschrieben.Die Geschichte ist nicht chronologisch, sondern Zeitsprünge sind ein charakteristisches Merkmal.Charaktere:Die Charaktere sind liebevoll gestaltet jeder mit Ecken und Kanten, wobei Paul dort wohl am meisten heraussticht.Einige sind sehr tiefgründig, während andere eher oberflächlich abgehandelt werden.Inhalt:Die Geschichte ist sehr anspruchsvoll und sicher nichts für schwache Nerven. Durch die Zeitsprünge erfährt man nicht alles auf einmal, und so entsteht manchmal eine kleine Verwirrung. Es ist wie ein Puzzle, ein Teil fügt sich zum nächsten. Und manchmal muss man an einer anderen Ecke weitermachen, weil man nicht weiterkommt.Paul Kilian ist auf einer Reise, die ihre Höhen und Tiefen hat und das Zeil soll endlich Zuneigung und Zärtlichkeit sein.Fazit:Ein Buch das sehr anspruchsvoll ist, mich aber im Großen und Ganzen überzeugt hat und seine 4 Sterne verdient!