Inhalt: Lia studiert ihren Traumstudiengang in einer kleinen Universität in Hallingen. Nach einer verheerenden Partynacht ändert sich Lias Leben jedoch schlagartig. In der Uni ist sie nur noch von den unangenehmen Blicken und dem Getuschel ihrer Mitstudierenden umgeben, aber nicht nur vor Ort, auch über die Sozialen Medien geht der Terror weiter. Als es Lia gar nicht mehr aushält, beschließt sie kurzer Hand, ein paar ihrer Sachen zu packen und sich in den nächstbesten Bus zu setzen. Aus diesem Grund landet sie dann in der Hauptstadt Deutschlands. In Berlin wird ihr Leben in nur wenigen Tagen komplett auf den Kopf gestellt, sie lernt viele neue sehr nette Menschen kennen, besser gesagt Phuong, die im Cafè Poet's Corner arbeitet, Noah, sein bester Freund Daniel und noch viele weitere. Besonders mit Noah verbringt Lia eine ganz intensive Zeit. Durch ihn und seine besonderen Überraschungen gelangt sie endlich wieder ein Stück ihrer Kreativität und Leichttigkeit zurück. Doch als sie bei einem gemeinsamen Treffen mit Noah plötzlich einer Kommilitonin mitten in Berlin vor einer Eisdiele begegnet, wird Lia wieder mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit konfrontiert, die sie doch eigentlich in Hallingen zurücklassen wollte.Meinung: Das Cover des Buches finde ich echt hübsch. Besonders gut gefällt mir die stimmige Farbkombination. Das Buch ist aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben und zwar aus Sicht der Hauptpersonen Lia und Noah. Lia wagt einen mutigen Schritt und reist ohne Plan nach Berlin, dort trifft sie im Poet's Corner zum ersten Mal auf Noah, auch er kam gerade erst wieder in seine Heimatstadt zurück. Die beiden nähern sich recht schnell an und verbringen einige Aktivitäten zusammen. Besonders schön von Noah finde ich, dass er sich so viele Überraschungsausflüge für Lia ausdenkt, obwohl ich den ersten auch bisschen krass fand. Noah ist der offenere und Lia eher die verschlossenere, was aber hauptsächlich an ihrer Vergangenheit liegt. Trotzdem fand ich es von ihr nicht in Ordnung dass sie nicht schon viel früher mit der Wahrheit über sich und ihr altes Leben rausgerückt ist und sich stattdessen eine neue Identität ausgedacht hat. Ich finde, sie hätte zumindest zu Noah, wenn schon nicht zu ihrer neuen Freundin ehrlich sein sollen. Die Geschichte bleibt bis zum Ende hin spannend, da einige interessante Punkte zwischendurch immer nur kurz angesprochen werden, aber erst am Ende so richtig ausgesprochen werden. Was mir nicht so gut gefallen hat oder besser gesagt in meinen Augen zu perfekt dargestellt war, ist Lias Neuanfang in Berlin.Fazit: Eine angenehm zu lesende Geschichte, die weit mehr als bloß eine Liebesgeschichte ist. Es geht um altes, das einen nur kaputtmacht zurückzulassen, aber nicht nur einfach hintersichlassen, sondern auch damit wirklich abschließen, einen Neuanfang ins ungewisse zu wagen, Freundschaften, Familie, seine Leidenschaft wieder zu bekommen, Fotografie, Film und natürlich um Liebe.Alles in allem hatte ich mit dem Buch ein paar schöne Lesestunden, jedoch gab es auch ein paar Dinge, die mir nicht so zugesagt haben, aus diesem Grund bekommt das Buch 4 von 5 Sterne.