Gutes Buch - auch für etwas ¿schwächere" Nerven
In dem Buch "Passagier 23" geht es um den Protagonisten Martin Schwartz, der auf tragische Weise seine Frau und sein Sohn Timmy verloren hat. Alles scheint auf einen erweiterten Selbstmord hinzudeuten. Dem geht Martin jedoch nach, indem er sich auf das Kreuzfahrschiff begibt, wo auch seine Familie vor 5 Jahren den Selbstmord verübt haben, um der Sache auf den Grund zu gehen. Während Martin immer tiefer in die dunklen Machenschaften an Bord eintaucht, wird klar, dass die Wahrheit grausamer ist, als er es sich je vorgestellt hat.Nachdem ich schon ein paar Fitzek-Bücher gelesen habe, habe ich mich jetzt auch an diese Buch gewagt. Es ist eine sehr gute Story, die erzählt wird, mit einem ernsten Thema, welches heutzutage immernoch sehr aktuell ist und leider noch sehr häufig vorkommt.Am Anfang des Buches war ich nicht ganz so gefesselt, wie ich das von anderen Fitzek-Büchern von der ersten Seite an kenne. Nach den ersten Kapiteln wurde es dann zunehmend spannender und es war als wäre ich mitten im Geschehen dabei. Im letzten Drittel des Buches schien es, als wäre das Rätsel gelöst, wo ich erst dachte, dass das ein eher "langweiligeres" Ende wäre. Da habe ich mich natürlich getäuscht und der große Plot-Twist stand mir noch bevor. Es war nochmal sehr spannend bis zum Ende.Zwischendurch wurden mir zu viele verschiedene Geschichten von verschiedenen Charaktern beschrieben, da war es schwer den Überblick zu halten, am Ende macht es aber alles einen Sinn.Nach den normalen Kapiteln hatte ich jedoch noch die ein oder andere Frage, die aber im Epilog, noch nach der Danksagung, beantwortet wurden. Also diesen Teil nicht auslassen!Fitzek hat wie immer sehr detailreich und bildlich geschrieben, er hat kein noch so kleines Detail ausgelassen und das Buch ist von vorne bis hinten sehr durchdacht.Teilweise kam ich mit der Zeit und den Sprüngen nicht ganz so klar, was aber bei der spannenden Handlung auch eher Nebensache war.Insgesamt wieder ein sehr gelungenes Buch von Fitzek, jedoch kommt es an "Der Insasse" oder "Der Heimweg" -meine bisherigen Favoriten- nicht ganz dran.Nichtsdestotrotz empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter!Vor allem wenn man zwischen den krankesten und heftigsten Büchern von Fitzek mal etwas "normaleres", eine nicht ganz so krasse Geschichte, lesen möchte.