Szu ist 16 Jahre alt und eine Außenseiterin an der Schule. Ihre Mutter wäre fast ein Filmstar geworden. Sie hat in drei Independent Filmen ein Monster gespielt, doch diese Filme haben es nie in die großen Kinos geschafft.Ihr Vater hat die Familie verlassen, als sie acht war und Szu hat sich lange gefragt, was sie falsch gemacht hat.In etwa zur selben Zeit, als Amisa, Szu's Mutter erkrankt, findet Szu doch noch eine Freundin an der Schule. Circe ist ebenfalls eine Außenseiterin und die beiden scheinen sich blenden zu verstehen. Doch Circe schafft es nicht, mit Szu's Traurigkeit zurechtzukommen, nachdem ihre Mutter verstarb. So endet diese Freundschaft nach nicht einmal einem Jahr.Erzählt wird uns diese Geschichte aus den drei Perspektiven der drei Frauen. Amisa erzählt uns ihre Geschichte in zeitlicher Abfolge ab der Kindheit in einem kleinen Dorf, dem sie in jungen Jahren schon entflohen ist, um in Singapur ein bessere Leben zu führen. Szu erzählt in der Gegenwart und Circe spricht aus der Zukunft zu uns. Jahre später ist sie beruflich gezwungen sich an Amisa und Szu zu erinnern. Sie füllt für und die Lücken in Szu's Biografie. Sharlene Teo hat diesen Roman recht spannend angelegt. Die drei Charaktere sind in ihren Ecken und Kanten sehr interessant gezeichnet. Alle drei haben mit ihren Erlebnissen zu kämpfen und hadern mit ihrer Geschichte. Circe scheint diejenige zu sein, die am ehesten auf die Butterseite gefallen ist. Doch schlußendlich ist es Szu, die sich aus dem Strudel ihrer Biografie am besten befreien konnte. Sie konnte sich mit ihrer Monster-Mutter aussöhnen. Das kommt am Ende zwar recht kurz bündig daher und man muss aufpassen, dass man das wichtigste schließlich nicht verpasst. Aber ansonsten ist der Roman sprachlich top und die Autorin vielversprechend. Aber man sollte das Coming-of-Age Genre schon mögen, wenn man dieses Buch lesen möchte.