Ich würde mich inzwischen schon als regelmäßige Leserin der Krimis/Thriller von Karin Slaughter bezeichnen. Und ja: vielleicht haben sie es an sich, dass einfach viel geredet wird und die Action, sagen wir es vorsichtig, nicht immer an erster Stelle steht. Aber dieser Teil der Will-Trent Reihe hat dahingehend für mich den Vogel abgeschossen. Denn ja: es gibt Action Szenen. Aber selbst die werden tot gelabert.Dieses Mal ist Will als verdeckter Ermittler unterwegs und mal wieder kollidiert er mit Sarahs Vergangenheit beziehungsweise dieses Mal mit dem Sohn ihres toten Ehemannes und dessen Partnerin Lena, die wirklich niemand leiden kann (ich muss wohl endlich mal das Prequel lesen, damit ich diese Fehde nachvollziehen kann). Es kommt zu diversen Schießereien und Blutbädern. Wie gesagt: es könnte spannend sein. Aber für mich persönlich wird hier alles Spannende unmittelbar im Keim erstickt. Eigentlich hat hier jeder mit jedem Beef, alle treten sich gegenseitig auf die Füße. Und Amanda ist mal ausnahmsweise nicht die unsympathischste Person im Raum (sie glänzt hier nur durch mangelnde Technik Kenntnisse, was wohl eine Art Side-Gag sein soll - nun... etwas lahm).Also wenn man, wie ich, nur noch diesen Teil lesen muss, um die Will Trent Reihe soweit abgeschlossen zu haben, dann denkt man sich vielleicht: zum Glück habe ich diesen siebten Teil nicht zu erst gelesen, denn sonst hätte man vielleicht nicht weitergelesen. Wenn man ihn als siebten Teil liest, hat man sich vielleicht schon an die schwankende Qualität der jeweiligen Teile gewöhnt. Aber so oder so ist er definitiv kein Highlight. Der mich vermutlich auf ewig von der Reihe fern gehalten hätte, wenn ich ihn zu erst gelesen hätte. Das gewisse Etwas konnte ich ihm am Ende abgewinnen, sonst wäre die Frage berechtigt, wo die drei Sterne herkommen. Und hey: auch in dieser Reihe gibt es Teile, die noch langweiliger sind. Wenn das mal kein Trost ist...