Das letzte Mal Andragal und somit der letzte Teil der Trilogie. Da wurde von der Autorin nicht zu viel versprochen, denn Andragal Wolkenwall ist wirklich ein auf und ab der Gefühle.
In Band 3 wird wie in den vorherigen Bänden die Niederstreckung Tumáns thematisiert. Dieses Mal jedoch in einer anderen Umgebung mit einer anderen Atmosphäre. Anders als in Band 2 erwartet den Leser hierbei eine metallische Brise des Schauplatzes mit all seiner Mystik und Natur. Doch warum eine metallische Brise?
Nyura Sheva kombiniert in Wolkenwall die Elemente der Natur mit der Industrie. Als Leser bekommt man das Gefühl, frische Luft zu atmen, in der Luft aber die Nuancen der Hochöfen und Metallstücke zu riechen. Nebenher macht die Mystik des im Buch beschriebenen Ortes den Leser neugierig und gestaltet den Ort sehr ästhetisch.
Es ist ein Aufatmen nach einer schweren Reise, wie sie in Band 2 gezeigt wurde.
Und genau das fing die Autorin sehr gut ein. Man fühlt und leidet mit den Charakteren, fiebert regelrecht auf das große Finale hin. Die Charaktere spiegeln dabei sich selbst sehr gut wieder, wodurch die Atmosphäre noch spürbarer ist. Und besonders hervorheben möchte ich als Leser, dass der Schauplatz mich sehr in seinen Bann zog. Ich war regelrecht überrascht, wie anders er im Vergleich zum Bazaar in Neonnetz ist und wie sehr er dennoch passt.
Sprachlich überzeugte mich das Buch wieder einmal sehr. Sowohl die Wortwahl als auch die Satzstrukturen sind sehr angenehm gestaltet, sodass der Lesefluss nicht gestört wird.
Fazit: Andragal-Wolkenwall ist ein mehr als zufriedenstellendes Finale der Trilogie. Erst hier spürt man, wie ich finde, dass die Charaktere und die Story dem Leser sehr ans Herz gewachsen sind. Das Finale im Buch selbst, macht dies noch mal sehr deutlich.
Ich kann jedem das Buch aber auch die Reihe ans Herz legen, der einen großen Wert auf Charaktertiefe, Ästhetik, einen angenehmen Schreibstil, Abwechslung, Fantasie und Spannung legt.
Man spürt sehr, wie viel Arbeit und liebe die Autorin in ihre Werke gesteckt hat!