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Als die fünfjährige Augusta mit ihrer Mutter Barbara ihr Zuhause verlässt, ahnt sie nicht, dass dies ein Abschied von ihrem bisherigen Leben ist. Den Ort, an dem sie bald darauf wohnen, mag sie nicht. Genauso wenig wie Eduard, den Freund der Mutter. Doch Barbara verschweigt ihrer Tochter die Wahrheit. Auf Augustas Frage, wann sie endlich wieder nach Hause fahren, antwortet sie stets nur mit einem unbestimmten »Bald«. Dieses Wort gibt Augusta Zuversicht, doch an ihrem sechsten Geburtstag muss sie erkennen, dass sie nie mehr zu ihrem Vater zurückkehren werden. Augusta läuft davon. Während die Polizei nach dem Kind sucht, wird die Mutter in ihrer Angst auf sich selbst zurückgeworfen. Es zeigt sich, dass ihr Leben schon immer von Flucht und der verzweifelten Suche nach Halt geprägt war. Auf fatale Weise hat Barbara die Fehler ihrer Familie wiederholt und wird damit das Leben ihrer Tochter auf immer verändern. Augustas Garten ist die ebenso poetische wie aufwühlende Geschichte einer Trennung und eines ersehnten Neubeginns, eine Geschichte über das Verschwinden und über die tragischen Folgen, die aus zu langem Schweigen erwachsen können. Ein Roman, der zu Herzen geht.
ANDREA HEUSER wurde 1972 in Köln geboren. Sie promovierte mit einer Studie zur deutsch-jüdischen Gegenwartsliteratur und schreibt Lyrik, Libretti und Romane. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis für Lyrik sowie mit den Literaturstipendien des Freistaats Bayern, der Kunststiftung NRW und der Stadt München für die Arbeit an Wenn wir heimkehren . Bei DuMont erschien bislang ihr Romandebüt Augustas Garten (2014). Andrea Heus
"'Augustas Garten' ist ein poetischer, aufwühlender Roman einer Trennung und eines ersehnten Neubeginns sowie eine Geschichte über die tragischen Folgen, die aus zu langem Schweigen erwachsen können." BUCH AKTUELL
"Heuser beschreibt [ ] so fein und psychologisch nuanciert, dass die geballte Tragik menschlicher Beziehungen [ ] offenbar wird." Kerstin Meier, KÖLNER STADT-ANZEIGER
"Ein vielschichtiges, sehr sensibles Buch." FREUNDIN
"'Augustas Garten' besitzt eine anrührende Zartheit, der schwer zu widerstehen ist." Ruth Dickhoven, WDR5 SCALA
"Ein starkes Stück Literatur, dieses Debüt" BÜCHERMARKT DEUTSCHLANDRADIO
"Ein atmosphärisch dichter Roman über Schweigen und Sprachlosigkeit, über Liebe und Verlust [...] Der Abschied von der bedingungslos vertrauenden Perspektive des Kindes." Angelika Otto, MÜNCHNER FEUILLETON
In mehren Erzählsträngen beschreibt Andrea Heuser einfühlsam die Geschichte von Barbara und Augusta. Durch Rückblenden erfährt man aus dem Leben der Mutter und man ahnt, warum sie ihrer Tochter nicht die Wahrheit erzählt. Hat sie doch selbst eigene schlechte Erinnerungen, die sie Augusta ersparen möchte. Dann aber führt uns Augusta in ihre eigene Welt eines Kindes und beschreibt ihre Sicht auf die Dinge, die um sie herum geschehen. Sie flüchtet in ihre eigene Traumwelt, ihren imaginären Garten. Diese leichte Erzählweise aus der Sicht Augustas ist ganz wunderbar, denn man erinnert sich plötzlich an die eigene Kindheit, in der Schatten etwas Merkwürdiges darstellten und die Phantasie mit einem durchging. Barbara wollte Augusta die Wahrheit über die Trennung von ihrem Vater nicht direkt sagen, leider hat sie so in Augusta Hoffnungen geweckt, die nicht erfüllt werden konnten. Doch Kinder verstehen mehr, als Erwachsene häufig annehmen. Man sollte ihnen zuhören und die Wahrheit sagen, auch wenn sie schwer anzunehmen ist. Ansonsten weckt man ungeahnte Hoffnungen, die dann nicht zu erfüllen sind. Der teilweise poetische Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Personen werden dem Leser einfühlsam näher gebracht und man liest die wichtigen Dinge fast zwischen den Zeilen. Fast subtil werden sie erst langsam klar, wenn man die verschiedenen Sichtweisen von Mutter und Tochter liest und daraus die Zusammenhänge erkennt. Wie beide Halt in ihrer Familie suchen und nicht finden können. Wie sie aneinander vorbei reden und sich nicht annähern können. Dieses Buch ist ganz wunderbar, es ist traurig, berührt und lässt den Leser nachdenklich zurück. Gleichzeitig aber erfreut man sich an den Ausflügen in Kindheitserinnerungen und wird von einer melancholischen Stimmung erfasst. Ein absolut einmaliges Leseereignis einer Autorin, von der sicher noch zu hören sein wird.