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Die Heimat

Roman

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Buch (gebunden)
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Deutschland, Anfang der siebziger Jahre: ein Land voller Angst vor allem Fremden. Der einzige Italiener an der Schule wirkt wie ein außerirdisches Wesen. In den Achtzigern sind es die Türken, die zum ersten Mal die Tische vor die Wirtschaft stellen. Während die Wetterauer den ersten Döner im Landkreis als Widerstandsnahrung feiern, erobert der lange verschwundene Hitler den öffentlichen Raum in Funk und Fernsehen. In den Neunzigern träumt der Erzähler seinen großen Traum vom Wetterauer Land, verschwindet allerdings erst mal mit seiner Cousine unter einer Bettdecke am Ostrand der neuen Republik. Die Heimkunft gelingt innerfamiliär, das Haus der Großmutter wird als musealer Ort rekonstruiert, während im Ort wenigstens der Grundriss der 1938 niedergebrannten Synagoge wiederhergestellt wird. Aber noch im neuen Jahrtausend, als die ganze Republik ständig den Begriff »Heimat« diskutiert, will niemand vom früheren Leben in der konkreten Heimat wissen, als es die noch gab, die es seit ihrer Deportation nicht mehr gab.
Mit untrüglichem Gespür für alles Abgründige in der gelebten Normalität erzählt Andreas Maier von Deutschland zwischen Weltkrieg, Mauerfall und Jahrtausendwende; davon, wie es sich die Menschen gemütlich machen in vierzig Jahren Geschichte. Unbestechlich ist sein Blick auf eine Heimat, die seit jeher Fiktion ist.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
12. März 2023
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
245
Reihe
Ortsumgehung, 9
Autor/Autorin
Andreas Maier
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
390 g
Größe (L/B/H)
203/128/30 mm
ISBN
9783518431153

Portrait

Andreas Maier

Andreas Maier, 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren, studierte Philosophie und Germanistik, anschließend Altphilologie. Er lebt in Frankfurt am Main.


Pressestimmen

»Wer wissen möchte, in was für einem Land wir leben, und wie man darüber Literatur schreiben kann, der lese dieses Buch. « Dirk Knipphals, taz. die tageszeitung

»Man soll die Heimat nicht denen überlassen, die mit ihr nur herumtümeln wollen. . . . Andreas Maier schreibt aber auch gegen die selbstbetrügerische Meinung der Literatur an, dass Schreiben immer Fortschritt sei. So einfach ist es nicht. Das gelebte Leben klebt jedem Roman am Schuh. « Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

»Maier liefert, ohne Pause. Und vor allem ohne Qualitätsverlust. « Torben Rosenbohm, Nordwest-Zeitung

»Ortsumgehung [ist] ein elegisches Großwerk im Geiste Marcel Prousts. « Tobias Becker, DER SPIEGEL

»Andreas Maier hat . . . eine beneidenswerte Gabe: Er fühlt die Heimat, er kann sie geografisch im Innen und Außen verorten. « Jan C. Behmann, der Freitag

»Einmal mehr triumphiert mit dem nachdenklichen Heimat -Buch der Meister einer prosaischen Beobachtungskunst, die sich Zeit für das Gestern nimmt, ohne nostalgisch darin festzukleben. « Georg Leisten, Südwestpresse, Ulm

»Wie in früheren Büchern gelingt es ihm auch in Heimat, privates Leben in seiner gesellschaftspolitischen Bedingtheit darzustellen. « Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten

»Mit den Büchern von Andreas Maier . . . reist man, als säße man in einer Zeitmaschine. « Profil Wien

»Maiers Ortsumgehung ist jetzt schon literarisch so unverzichtbar, wie es Edgar Reitz Film-Serie Heimat aus den 80er-Jahren ist. « Jörg Magenau, rbb kultur

»Andreas Maier schreibt mit seiner Ortsumgehung literarische Geschichte. Längst haben sich seine Bände als unentbehrlich und überaus bedeutend für die deutschsprachige Literatur erwiesen. « Gérard Otremba, soundsandbooks. com

»Wenn ich Andreas Maiers Romane lese, die mit einer ungeheuren Leichtigkeit von der Schwere der Vergangenheit erzählen, staune ich über den Sog, den sein Roman Die Heimat entwickelt. « Gallus Frei-Tomic, literaturblatt. ch

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Von Thomas Balthasar am 30.04.2023

Heimatidylle

Und wieder ist Andreas Maier ein großer Schlag gelungen. Diesmal hat er sich, nach Die Städte, Die Familie, Die Universität, dDie Heimat vorgenommen. In seiner typischen Art erzählt, was so ab den 70er Jahren passiert ist. Ironisch, witzig nachdenklich. Halt Andreas Maier. Es ist so flüssig geschrieben, das , als ich fertig war wußte, mir wird etwas fehlen. Bis zum nächsten Thema. Ich bin gespannt.