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Die Straße

Roman. Ausgezeichnet mit Franz-Hessel-Preis 2012

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Am Anfang sind es bloß Doktorspiele, aber sie sind schon von einer Dringlichkeit, die eines Erwachsenen würdig wäre. Später kommt die »Bravo« und gibt erstmals eine Sprache dazu. Eine jugendliche Welt aus zeitschriftengeborenenen Worten wie Petting, Glied und Scheide. Der Erzähler, drei Jahre jünger als seine Schwester und ihre Freundinnen, steht staunend vor ihnen und erfährt seine erste Aufklärung ausgerechnet mit »Alice im Wunderland«. Alte Hexenhausmänner durchwandern die Szene und ziehen die Zehnjährigen auf deren Schulheimwegen in ihre Häuser. Ganz schlimm erwischt es John, einen amerikanischen Gastschüler, der sich in der Folge einen Panzer gegen seine Umwelt anfrißt. Die Schwester, inzwischen adoleszent, rennt mit ihren Freundinnen um die amerikanische Kaserne in Friedberg in der Wetterau in der verzweifelten Hoffnung, die GIs mögen sie endlich erwählen. Und die verliebten Jugendlichen bevölkern nach Schulschluß die Kaiserstraße wie ein Auflauf vorübergehend unheilbar Kranker, für die sonst nirgends Platz wäre, so zahlreich sind sie.

»Der Anfang des Unterschieds und damit aller späteren Liebe und allen Schmerzes war, daß jene Bettina anders war als ich und ich nicht wußte, inwieweit sie anders war. Und daß, um es zu erfahren, sie sich ausziehen müßte. «

Produktdetails

Erscheinungsdatum
09. September 2013
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
193
Reihe
Ortsumgehung, 3
Autor/Autorin
Andreas Maier
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
326 g
Größe (L/B/H)
202/128/22 mm
ISBN
9783518423950

Portrait

Andreas Maier

Andreas Maier, 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren, studierte Philosophie und Germanistik, anschließend Altphilologie. Er lebt in Frankfurt am Main.


Pressestimmen

»Es genügt, sich zu vergegenwärtigen, welche Flut an naiven Familien- und Mehrgenerationenromanen den Buchmarkt seit einigen Jahren überschwemmt, um Andreas Maier für seine kluge Unerbittlichkeit dankbar zu sein. « Rainer Moritz, Neue Zürcher Zeitung

». . . ein krasses, unversöhnliches Erinnerungsbuch. « Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel

»Die Straße ist der logische Anschluss an Das Zimmer und Das Haus; in konzentrischen Kreisen dringt Maier allmählich in die Tiefenschichten dessen vor, was Heimat oder Herkunft zu nennen allzu gemütlich klänge. . . Andreas Maier bietet keine schlichte Erinnerungsprosa nach der Es-war-einmal-Melodie, sondern ein kompliziertes, rekonstruierendes Durchdringen der Dinge. « Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung

» Die Straße als skurriles Porträt dieses Jahrzehnts. « Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Maiers Ortsumgehung ist jetzt schon literarisch so unverzichtbar, wie es Edgar Reitz Film-Serie Heimat aus den 80er-Jahren ist. « Jörg Magenau, rbb kultur

»Andreas Maier tut es wie gehabt in kleinen, aber großartigen Romanen, die in kluger Detailgenauigkeit und leicht ironischer Sprache funkeln. . . . Man möchte nicht genug kriegen davon. « Ulrich Steinmetzger, Sächsische Zeitung

»Die Stärke des Buchs zeigt sich in seiner bösen, archaischen Härte. . . . Mit Sicherheit ist dies der bisher schwierigste, gewagteste Band der Ortsumgehung« Ina Hartwig, DIE ZEIT

»Der Schriftsteller Andreas Maier hat seine Wetterauer Familiensaga fortgesetzt: Seine soziophobe Hauptfigur Andreas wächst auf in einer dunkel verrätselten Welt, beherrscht von Doktorspielen, Pornoheftchen und Kinderschändern. Der Sex ist überall. « Tobias Becker, SPIEGEL ONLINE

»Eine durch und durch lustbesoffen Welt, die keine Sprache hat für ihr innerstes Drängen. Andreas Maier, indem er sich dieser Welt entzieht, versucht ihr diese Sprache zu geben. « Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse

»Maier skizziert trefflich das Entstehen kleinbürgerlicher Vorurteile und die durch Ignoranz ausgelösten Mechanismen ihrer rasanten Multiplizierung. « Peter Mohr, Hessische/ Niedersächsische Allgemeine

»Die Subtilität, mit der er die Atmosphäre des Verheimlichens und der Ohnmacht schildert, überzeugt bis ins Detail. « Ulf Heise, Freie Presse

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