Ich habe überlegt, ob ich das Buch rezensieren darf - obwohl ich es nach etwas über der Hälfte abgebrochen habe..Ich habe mich dafür entschieden und gebe hier drei Sterne. Denn in meinen Augen hat es wirklich viel Potential, toll gezeichnete Figuren und beschreibt die japanische Lebensweise auf faszinierende Art und Weise!Ausgehend vom Jahr 1600 erkennt der Leser, in welcher Zwickmühle die japanische Lebensweise steckt - muss man sich doch plötzlich mit den Barbaren aus Spanien, Portugal und England auseinandersetzen; diese bringen nicht nur eine fremde Religion ins Land, sondern vor allem Feuerwaffen, die den Schwertern der Samurai überlegen sind. Zudem haben sie eine komplett andere Einstellung zu dem Leben zwischen Mann und Frau und einen komplett anderen Blick auf den Tod. In diese japanische Welt gerät nun der englische Seefahrer Blackthorne; zunächst Gefangener, wird er immer mehr eingegliedert in den japanischen Lebensweg...Soweit so gut; ein toller Stoff, den der Autor hier sicherlich auch sehr gut umgesetzt hat. Nur leider zieht sich die Story so extrem in die Länge, dass ich schließlich aufgegeben habe. Es war mir - nach über 400 Seiten einfach nicht mehr wichtig genug, wie es weitergeht, wo es endet.Schade, denn eigentlich liebe ich solche historischen Romane sehr.