In diesem 7. Kreta-Krimi wird die Leserschaft mit einigen Mythen rund um die Insel und deren vergangener Hochkultur konfrontiert, die eine ziemlich komplexe Krimihandlung gepresst werden.
Zunächst verschwindet ein deutsches Urlauberpaar, sie ist Historikerin, er Journalist und Fotograf. Wenig später fehlt von einem französischen Taucherehepaar jede Spur. Zufall? Wollen die beiden Paare ungestört Urlaub machen?
Da abgängige Touristen schlecht für das Image der sonnigen Insel als Tourismusziel sind, wird Kommissar Hyeronimos Galavakis gebeten, unauffällig erste Ermittlungen einzuziehen. Vermisste Personen zu suchen, ist ja eigentlich nicht die Kernaufgabe der Mordkommission, aber als ein abgetrennter Arm, der aus dem Meer gefischt wird, kann ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden.
Die Ermittlungen zu den mysteriösen Ereignisse nehmen schnell Fahrt aus, als man herausfindet, dass die beiden Paare einander im selben Appartementhaus gewohnt haben.
Meine Meinung:
Dieser reichlich komplexe Krimi bringt Hyeronimos Galavakis und vor allem Pathologin Penelope Demostaki an ihre Grenzen, denn der gefundene Arm wurde einer lebenden Frau barbarisch abgerissen. Was ist da passiert? Geht das überhaupt? Hätte man sie retten können?
Wie schon in den sechs Vorgängern spielt Hyeronimos Galavakis Aurensichtigkeit eine große Rolle. Er kann dadurch Lügner relativ schnell entlarven.
Nebenbei wird gerne gut gegessen und getrunken. Auch die Schönheit der Insel spielt, wie die historische Vergangenheit eine große Rolle. Ich hätte mir nur mehr Details über die minoische Kultur gewünscht, die an sich sehr fesselnd ist, als über diese Gottessteine, die selbst die CIA anlocken. Aber, das ist Jammern auf hohem Niveau.
Zacharis Zentakis, Galavakis Mitarbeiter mit dem Sprachfehler, erhält diesmal eine größere Rolle, was mir sehr gut gefällt. Überhaupt, das Team setzt sich aus höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammen, die alle ihre Stärken und Schwächen haben. Der Chef des Geheimdienstes, Dimitris Stefanakis schwebt ein bisschen wie eine schwarze Wolke über Galavakis und seinem Team, unterstützt aber immer wieder, wenn es ihm nützlich ist. Bin schon neugierig, ob in einem der nächsten Fälle aufgelöst wird, wer Stefanakis mit Insiderinformationen versorgt oder, ob er die Truppe einfach und ganz klassisch, abhören lässt.
Fazit:
Wieder ein komplexer Fall für Hyeronimos Galavakis und seine Kollegen, dem ich gerne 4 Sterne gebe.