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Ciao Amore, ciao

Mit 100 neuen und alten Songs durch Italien

(5 Bewertungen)15
140 Lesepunkte
Taschenbuch
14,00 €inkl. Mwst.
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Italien und die Musik. In keinem anderen Land hat die Musik einen vergleichbaren Stellenwert. Mehr als jede andere Kunst ist sie in der Lage, das Land zu erklären und alle tausendfach gestellten Fragen zu beantworten.

Musik ist dauerpräsent. In einem Land, in dem Opernarien gepfiffen werden, überall Denkmäler namhafter Sänger herumstehen und die Einschaltquoten eines fünftägigen Liederwettbewerbs jede Sportübertragung in den Schatten stellen, kommt man an der Musik schlicht nicht vorbei.

Entlang von herzergreifenden Canzoni und unwiderstehlichen Ohrwürmern erzählt Eric Pfeil von der Zerrissenheit eines Landes zwischen Dolce Vita und undurchdringlicher Bürokratie, vom Erbe Silvio Berlusconis, von der Mafia und gesellschaftlichem Aufbruch, der Erfolgsgeschichte von Italiens uncoolster Band und immer wieder von der Liebe.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
08. Mai 2024
Sprache
deutsch
Auflage
1. Auflage
Seitenanzahl
365
Autor/Autorin
Eric Pfeil
Verlag/Hersteller
Produktart
kartoniert
Gewicht
320 g
Größe (L/B/H)
192/124/30 mm
ISBN
9783462006094

Portrait

Eric Pfeil

Eric Pfeil,


wurde 1969 in Bergisch Gladbach geboren und fuhr schon kurz darauf zum ersten Mal über die Alpen. Um die Jahrtausendwende war er Produzent der legendären Musiksendung »Fast Forward«, seither ist er ein gefragter TV-Autor. Er schreibt u. a. für

FAZ

und

Rolling Stone

über Film, Literatur sowie über Popmusik und ihre Folgen. Sein erster »Reiseführer ohne Sehenswürdigkeiten« wurde 2022 von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert und stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.


Pressestimmen

»Pfeil ist Fan, und er schreibt aus dieser Haltung heraus. Es ist seine Begeisterung, die den Band ausmacht, eine Begeisterung, die auch Absurdes einschließt. (. . .) Man muss nicht alle vorgestellten Lieder mögen, aber man möchte sie nach Pfeils Texten unbedingt hören. « Anna Vollmer, FAZ

»Mit kleinen Texten zu 100 Songs versucht Pfeil, die italienische Seele zu ergründen, die in ihrer Komplexitiät so schwer zu fassen ist. Fantastico! « Die Presse

»Der zweite Band zeigt auch, wie vielfältig die Musikgeschichte und -szene Italiens ist und wie viel sie über Politik und Gesellschaft aussagt und wie viele Geschichten sich dahinter verbergen. « Annik Hosmann, Tages-Anzeiger, Schweiz

»100 Songs hat Eric Pfeil für sein Buch ausgewählt. Darin entdeckt er tiefe Wahrheiten zum Alltag, Wesen und der Seele der Italienerinnen und Italiener. « 3sat Kulturzeit

»In seinem neuen Buch Ciao Amore, ciao porträtiert Eric Pfeil das Land, das er so liebt, in 100 italienischen Schlagern. Dabei lässt er gar nichts aus von der Bar-Kultur bis zum politischen Rechtsruck, denn es gibt in Italien kein Thema, das nicht auch in einem Song verhandelt wird. « rbb Kultur. Das Magazin

»Es ist das Tagebuch eines Schwärmers, verpackt in 100 Kapitel. « Christian Werthschulte, Stadtrevue Köln

»Ein Buch wie eine bunte Antipasti-Platte! « Fabian Elsässer, SWR Lesenswert

»In Ciao Amore, ciao geht es um Celentano und Battisti, um 60er Schlager, Sommerhits, San Remo und Italo-Pop, aber auch um die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen dahinter. « WDR Cosmo

»Ein Buch über dunkle Prinzen und sich emanzipierende Frauen, über eine Sehnsucht nach dem Draufgängertum und dem Zuviel natürlich auch über Liebe und Tod, denn in italienischen Liedern geht es immer um alles. « Domradio

»Eric Pfeil hat bereits mit Azzurro , seinem ersten Buch über die Songs des deutschen Lieblingsurlaubslandes einen Bestseller geschrieben. Und auch jetzt erzählt er über die Musik eine kleine Geschichte Italiens, seiner gesellschaftlichen und politischen Widersprüche, seiner kulturellen Identitäten und natürlich seines legendären Schlagerfestivals von San Remo (und all seiner Skandale). « Die Zeit, Newsletter Was für ein Tag

»Eric Pfeil geht tief rein in die Melancholie des Italo-Pops, und er erläutert die Widersprüche dieses faszinierenden Landes Italien. « DIFFUS Magazine

»Wenn in trüben Zeiten auf eines Verlass ist, dann sind es Bücher über Italien. Das schönste der Saison hat, bereits zum zweiten Mal, Eric Pfeil geschrieben. Anhand von Liedern erklärt er unser aller Lieblingsland. « Adriano Sack, Die Welt am Sonntag

Besprechung vom 03.07.2024

Es lebe die Tomatensuppe mit Brot
Jedes Thema taugt zum Sommerhit: Eric Pfeil sucht abermals nach den Perlen der italienischen Popmusik

Auf italienischen Festen, bei Nachmittagen mit Freunden (und in Neapel eigentlich überall und immer) kann es vorkommen, dass plötzlich gesungen wird. Stundenlang, ohne dass jemand den Text nachschauen müsste. Während es in Deutschland wenige Lieder gibt, die generationsübergreifend bekannt sind, scheint in Italien ein nie niedergeschriebenes, jedoch von den meisten geteiltes Liederbuch zu existieren, das sich ständig erweitert und aktualisiert. Italien anhand von Songs zu erklären ist deshalb eine hervorragende Idee.

Der Musikjournalist Eric Pfeil hatte vor zwei Jahren schon "Azzurro" veröffentlicht, einen Reiseführer in hundert Songs. Nun ist der zweite Band "Ciao Amore, ciao" erschienen, die B-Seite sozusagen, und wer dank "Azzurro" alle Hits zu kennen glaubte, der täuscht sich. Denn wenn man wie Pfeil die gesamte Popmusik betrachtet, von der Musica Leggera der Sechzigerjahre über die politischen Liedermacher der Siebziger, den tanzbaren Italo-Disko-Sound der Achtziger bis hin zu Rap und Autotune, dann hat man auch mit zweihundert Songs noch lange nicht alle Highlights abgehandelt.

Das zeigt sich allein daran, dass Pfeil nicht nur auf die im Titel erwähnten hundert Lieder eingeht, sondern auch auf zahllose andere Stücke und besonders sehenswerte Musikvideos verweist. Betrachtet man das ganze Spektrum der italienischen Nachkriegsmusik, so sind Italo-Pop und Italo-Disko in Deutschland zweifellos am bekanntesten, Genre-Begriffe, die Tanzflächen unter warmem Sommerhimmel und spritzige Drinks gefühlt schon im Namen tragen.

Diese Assoziation ist nicht falsch, wird der italienischen Popmusik jedoch nur in Teilen gerecht. Denn hinter so manch eingängiger Melodie verbirgt sich sowohl musikalisch als auch textlich eine ungeahnte Komplexität. Es ist dieser Gegensatz, der Pfeil reizt, das Talent der Italiener, der Schwere des Lebens mit Leichtigkeit zu begegnen, ohne sie dabei zu verharmlosen. Und, andersherum, scheinbare Nichtigkeiten wichtig zu nehmen. So erzählt der auf den ersten Blick launig und etwas albern wirkende Song "Viva la pappa col pomodoro" ("Es lebe die Tomatensuppe mit Brot") von Rita Pavone eigentlich davon, dass eine satte Bevölkerung keine Revolution anzettelt.

Selbstverständlich gibt es auch in Deutschland anspruchsvolle Popmusik. Nur füllt die selten Hallen. In Italien kann man jedoch, so schreibt Pfeil, "mit Songs über nahezu jedes Thema einen Sommerhit landen". Was im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass jeder Sommerhit eine intellektuelle Perle wäre. Aber manche sind es eben.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Musik des 2021 verstorbenen Franco Battiato, dessen Album "La voce del padrone" Anfang der Achtzigerjahre die erste italienische Platte war, die sich mehr als eine Million mal verkaufte. Darauf gelingt es ihm, über eine oberflächliche, geldgetriebene Gesellschaft, über die Verfehlungen der Politik zu singen und dabei nicht nur zahlreiche andere Songs, die "Ilias" und Adornos "Minima Moralia" zu zitieren - er präsentiert all das auch noch zu tanzbarer Musik. Pfeil schreibt über den Sänger: "Wie so oft in Italien resultiert auch im Falle Franco Battiatos die Zuneigung seiner Landsleute daraus, dass er sich gerade nicht rangeschmissen hat, volkstümlich oder leicht verständlich war. Battiato fordert die Italiener, und genau das liebten sie an ihm."

Natürlich beschäftigen sich nicht alle italienischen Sänger mit Adorno und der nächsten Revolution; auf zum Teil sehr banale Weise geht es dafür oft um die Liebe. Und zweifelsohne gibt es im Italo-Pop jede Menge Trash. Pfeil gelingt es jedoch, selbst auf diesem Gebiet jene Sommerohrwürmer, die sogenannten tormentoni, zu finden, die hängen bleiben. Dabei hat er keinesfalls den Anspruch, kritische Distanz zu wahren. Pfeil ist Fan und schreibt aus dieser Haltung heraus. Es ist seine Begeisterung, die den Band ausmacht, eine Begeisterung, die auch Absurdes einschließt. So finden sich unter den hundert Stücken nicht nur bekannte Klassiker wie "Caruso" von Lucio Dalla, sondern auch Songs wie "Baciami la vena varicosa" ("Küss meine Krampfader") von Clem Sacco. Man muss nicht alle vorgestellten Lieder mögen, doch man möchte sie nach Pfeils Texten unbedingt hören.

Der einzige Nachteil an diesem unterhaltsamen Buch ist die Anordnung der Kapitel. Pfeil geht nicht chronologisch, sondern alphabetisch vor, was zu einem geordneten Inhaltsverzeichnis, aber stilistischen Sprüngen führt. Anstatt die musikalische Entwicklung mit der dazugehörigen Spotify-Playlist nachvollziehen zu können, wird man beim Hören von den Sechzigern in die unmittelbare Gegenwart und wieder zurück katapultiert.

Das ist schade, zeigt Pfeil doch immer wieder auf, wie sich gesellschaftliche und politische Veränderungen in der Musik widerspiegeln, dass die "anni di piombo", die bleiernen Jahre der späten Sechziger bis frühen Achtziger, ebenso ihre musikalischen Spuren hinterlassen haben wie die Ära Berlusconis. Zusammenhänge, die man in einer chronologischen Erzählung besser hätte nachvollziehen können. So ist der Band eher eine Sammlung von Anekdoten geworden, die man aber natürlich in der Reihenfolge lesen kann, die einem beliebt. Und danach, vielleicht sogar dabei, sollte man hören, wippen, singen, tanzen. ANNA VOLLMER

Eric Pfeil: "Ciao Amore, ciao". Mit 100 neuen und alten Songs durch Italien.

Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln 2024. 368 S., br.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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Von xxholidayxx am 02.09.2024

Eine Liebeserklärung an Italien in 100 Songs

"Ciao Amore, ciao. Mit 100 neuen und alten Songs durch Italien" von Eric Pfeil ist eine faszinierende Reise durch die musikalische und kulturelle Landschaft Italiens. Der Autor, geboren 1969 in Bergisch Gladbach, hat bereits früh seine Leidenschaft für Italien entdeckt und verbindet in diesem Buch seine Liebe zur Musik mit tiefen Einblicken in die italienische Kultur. Pfeil, der als gefragter TV-Autor und Musikjournalist bekannt ist, nimmt uns mit auf eine Reise, die mehr bietet als nur eine Aneinanderreihung von Liedern es ist eine Entdeckungstour durch die Seele Italiens. Inhaltsangabe Das Buch führt uns Leser:innen entlang einer Playlist von 100 italienischen Songs, die seit den 1960er Jahren veröffentlicht wurden. Dabei erzählt Pfeil nicht nur von der Musik selbst, sondern auch von den Geschichten, die hinter diesen Liedern stehen. Er beleuchtet die Widersprüche Italiens, die Zerrissenheit zwischen Dolce Vita und Bürokratie, die Einflüsse der Politik und Mafia, und natürlich die unvermeidliche Bedeutung von Liebe und Leidenschaft in der italienischen Kultur. Pfeil schafft es, die Leser mit vielen kleinen Anekdoten, Klatsch und Tratsch aus dem Show-Business sowie historischen und politischen Hintergrundinformationen zu unterhalten und zu informieren. Meine Meinung Der Schreibstil von Eric Pfeil ist wirklich herrlich amüsant und liest sich total angenehm! Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass er es schafft, nicht nur über die Musik zu schreiben, sondern auch die kulturellen, historischen und sozialen Aspekte von Italien so schön einzuflechten. Man merkst richtig, wie er die Zerrissenheit des Landes zwischen Nord und Süd, die ganzen politischen Probleme und sogar die Mafia einfängt, und dabei trotzdem Platz für die italienische Küche, Mode und natürlich die Liebe lässt. Was ich auch echt cool fand, ist, dass er seine Playlist alphabetisch geordnet hat und dabei sowohl bekannte als auch eher unbekannte Lieder vorstellt. Es ist spannend zu sehen, wie er Künstler:innen ins Rampenlicht rückt, die bei uns oft nicht mehr so präsent sind. Obwohl ich sein erstes Buch "Azzurro - in 100 Songs durch Italien" nicht gelesen habe, hat mir dieser Nachfolger mit den etwas anderen Songs richtig gut gefallen. Fazit "Ciao Amore, ciao" ist ein unterhaltsames und informatives Buch, das durch seine Mischung aus Musik, Kultur und Geschichte überzeugt. Eric Pfeil gelingt es, den Leser auf eine faszinierende Reise durch Italien mitzunehmen, die weit über die Musik hinausgeht. Obwohl das Buch an einigen Stellen sehr detailreich ist, bleibt es stets unterhaltsam und lesenswert. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
LovelyBooks-BewertungVon xxholidayxx am 02.09.2024
Ein amüsanter Streifzug durch Italiens Musik- und Kulturgeschichte.