CoverIch glaube über diese Cover kann man sich streiten, früher fand ich sie ganz in Ordnung aber mittlerweile finde ich sie ziemlich langweilig. Dennoch kann auch ich zugeben, dass die abgebildeten Details gut zum Inhalt passen. Meine MeinungVor vielen Jahren als diese Reihe noch nicht ganz so viele Bände hatte und ich regelmäßig Bücher aus dem LYX Verlag gelesen habe, gehörten die Bücher von Lynsay Sands zu meinen absoluten Favoriten. Irgendwann wurden mir die Bücher allerdings zu langweilig, weshalb ich noch einige ungelesene Bände zu Hause habe, welche ich zum Start ins neue Jahr zumindest einmal gelesen haben möchte. Mary ist diejenige aus deren Sicht wir den Großteil dieser Geschichte erleben. Nach dem Tod ihres Ehemannes, im stolzen Alter von 62 Jahren und alleine mit ihrer Schäferhündin Bailey unterwegs, prophezeit uns der Klapptext ja bereits, dass sie auf ihrer Reise mit ihrem Wohnmobil ihren zukünftigen Lebensgefährten, den Unsterblichen, Dante Notte über den Haufen fährt. Natürlich unbeabsichtigt. Ich glaube ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, wo die weibliche Protagonistin so unfassbar passiv ist. Ich meine, Mary an sich ist eine ruhige und nette Frau, aber ihr entspanntes Leben geht innerhalb weniger Kapitel den Bach runter und ich habe einfach auf den Moment gewartet, an dem sie Dante die Leviten liest, wo sie sich gerechtfertigt aufregt, wo echte Emotionen bei mir ankommen, aber dieser Moment kam einfach nicht. Ich fand ihren Charakter schon ein wenig langweilig. Auch mit Dante kann ich herzlich wenig anfangen. Zunächst einmal habe ich auch bei ihm den Eindruck, dass sein Wesen und auch sein Verhalten wenig hermachen. Verwundert bin ich außerdem über die Tatsache, dass er, sowie auch sein Zwillingsbruder Tomasso, beide als sogenannte Vollstrecker für die Unsterblichen tätig sind, was bedeutet sie wehren Angreifer ab, beschützen die Schwachen und kümmern sich auch um neu Gewandelte. Gesehen habe ich davon nichts. Natürlich kümmert er sich in liebevoller und warmherziger Art um Mary, aber wenn es darum geht seine Lebensgefährtin zu beschützen stellt er sich in meinen Augen schon etwas dümmlich an. Auch so bekommen wir von seiner Vergangenheit, seiner Familie oder meinetwegen seinen Hobbies herzlich wenig zu sehen, was seinen Charakter bis zum Schluss leider sehr blass bleiben lässt. Was ich an Lynsay Sands Büchern immer noch gut finde, ist die simple Tatsache, dass die Protagonisten menschlich sind. Sie müssen mal auf die Toilette, schlafen oder rasieren sich die Beine. Auf der anderen Seite verhalten die Charaktere sich etwas überzogen, Humor spielt in dieser Reihe immer eine maßgebliche Rolle und an sich lässt sich die Geschichte wirklich leicht und angenehm lesen. Es fehlt nur der Tiefgang. Ich bin weder emotional noch was die Spannung oder die Dramatik betrifft abgeholt worden. Das ganze Buch plätschert seicht vor sich hin, das kann man natürlich mögen, um mich zufrieden zu stellen reicht es leider nicht. Ich habe jetzt noch zwei weitere ungelesene Bände der Reihe zu Hause, welche ich ebenfalls noch lesen werde, wer weiß? Vielleicht kann mich eines von den anderen beiden doch so sehr vom Hocker reißen, dass ich mir die fehlenden Bände tatsächlich kaufe. FazitTrotz der Tatsache, dass ich diese Reihe bereits vor Jahren abgebrochen habe, habe ich mehr erwartet. Die Geschichte ist leider super langweilig erzählt und das Verhalten der Charaktere macht nicht wirklich Sinn. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.