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Die Poggenpuhls

Roman

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Taschenbuch
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Ein umwerfend komisches Kabinettstück. Fontanes kürzester Roman ist ein Meisterwerk von atmosphärischem Zauber und psychologischer Subtilität - eine höchst amüsante Familiengeschichte über die Verkehrung von Sein und Schein, in der sich Komik und Kritik auf unnachahmliche Weise durchdringen. Vor allem die jungen Leute fragen sich, welche Rolle ihnen in diesem Spiel des Lebens zugedacht ist."An den 'Poggenpuhls' habe ich, über Erwarten, viel Freude. Daß man dies Nichts, das es ist, um seiner Form willen so liebenswürdig anerkennt, erfüllt mich mit großen Hoffnungen, nicht für mich, aber für unsre literarische Zukunft." Theodor Fontane

Produktdetails

Erscheinungsdatum
15. März 2019
Sprache
deutsch
Auflage
1. Auflage
Seitenanzahl
128
Reihe
Aufbau Taschenbücher
Autor/Autorin
Theodor Fontane
Verlag/Hersteller
Produktart
kartoniert
Gewicht
121 g
Größe (L/B/H)
188/116/15 mm
ISBN
9783746636405

Portrait

Theodor Fontane

Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 im märkischen Neuruppin geboren. Nach vierjähriger Lehre arbeitete er in verschiedenen Städten als Apothekergehilfe und erwarb 1847 die Zulassung als »Apotheker erster Klasse«. 1849 gab er den Beruf auf, etablierte sich als Journalist und freier Schriftsteller und heiratete 1850 Emilie Rouanet-Kummer. 1855 bis Anfang 1858 hielt er sich in London auf, u. a. als »Presseagent« des preußischen Gesandten. Zwischen 1862 und 1882 kamen die »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« heraus. Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Kriegsberichterstatter und Reiseschriftsteller war Fontane zwei Jahrzehnte Theaterkritiker der »Vossischen Zeitung«. In seinem 60. Lebensjahr trat er als Romancier an die Öffentlichkeit. Dem ersten Roman »Vor dem Sturm« (1878) folgten in kurzen Abständen seine berühmt gewordenen Romane und Erzählungen sowie die beiden Erinnerungsbücher »Meine Kinderjahre« und »Von Zwanzig bis Dreißig«. Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.


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Eins vorweg: ich hätte nicht gedacht, dass es so einen Spaß machen würde, Fontane zu lesen. Angestoßen durch eine privat initiierte WLD-Leserunde (übrigens die Beste, die mir jemals untergekommen ist) fing eine Handvoll Buchbegeisterter an, sich durch das kleine aber feine Büchlein zu schmökern, und ich glaube, keiner hat es bisher bereut.Worum geht es? Die Poggenpuhls, eine verarmte Adelsfamilie, schlagen sich wacker durchs Leben. Da ist die von Rheuma geplagte Majorin, die ein herzliches Verhältnis zur einzig verbliebenen Dienstbotin des Hauses pflegt; dann die älteste Tochter Therese, deren Hauptbeschäftigung das Adlig-Sein ist und die stets peinlich berührt ist, wenn ihre jüngeren Schwestern sich zu bürgerlich befreunden; dann Sophie und Manon, die gemeinsam den Schornstein am Rauchen halten, wobei die eine (auf Grund ihrer Begabungen) für die Dienstleistungen, die andere für die PR zuständig ist. Die entspannte Pragmatik der beiden weckt sofort die Sympathien der Leser. Dann wären da noch zwei Söhne, die sich beide fern der Heimat beim Militär verdingen: Wendelin, der Karrierebewusstere, den die Familie nie zu Gesicht bekommt, und Leo, der chaotischere Jüngere, der außer Schulden nur mit einem sonnigen Gemüt aufwarten kann. Beide sind der Familie in finanzieller Hinsicht keine Stütze.Ja, Fontane macht sich über den Adel lustig. Aber doch immer mit diesem respektvoll-liebevollen Blick. Auch der eitle Leo darf an Tiefe gewinnen und philosophisch werden, auch die hochnäsige Therese mal zaghaft freundlichere Charakterzüge entwickeln.Die Handlung ist aus heutiger Sicht nicht gerade spektakulär. Spektakulär allerdings ist, für den heutigen Leser, der tiefe Einblick in das Alltagsleben des späten neunzehnten Jahrhunderts, das für mich mit vielen überraschenden Details aufwartete, zum Beispiel, dass im 19. Jh. in diesen gehobeneren Kreisen bereits bestimmte englische Begriffe wie "shopping" in Mode waren. Oder auch, dass ein Krim-Stecher bei den jungen Mädels offensichtlich als ultra-angesagtes Accessoire galt. Aber am erstaunlichsten für mich war die Warmherzigkeit, mit der der aufmerksam beobachtende Fontane, trotz gelegentlichen Spöttelns, seine Protagonisten, ihre Beziehungen und Verhaltensweisen zeichnet. In meinem Kopf lösen sich soeben ein paar stereotype Ansichten über das typische deutsche Familienleben im neunzehnten Jahrhundert in Wohlgefallen auf.Nicht alle gesellschaftlichen Anspielungen kann der heutige Leser auf Anhieb verstehen. Auch die angehängten Hintergrundkapitel des Herausgebers helfen da nur teilweise. Dennoch fand ich die Lektüre angenehm, ja sogar spannend, obwohl eigentlich nicht viel passiert. Besonders gefallen hat mir die große Wertschätzung, mit der Fontane seine weiblichen Charaktere zeichnet. Die Mädels müssen zwar, wie es halt üblich war, den aus der Kaserne angereisten Bruder umschwärmen wie ein Haufen aufgescheuchter Stubenfliegen, sind aber im Prinzip die Strippenzieherinnen. Aber auch sie werden gelegentlich sanft durch den Kakao der feinen Ironie gezogen. Herrlich, wie Sophie, der die ehrenvolle Aufgabe übertragen wurde, die künstlerische Ausgestaltung eine märkischen Dorfkirche zu übernehmen, in einem Brief ihr Vorhaben beschreibt, die Kirche von Adamsdorf gleich neben dem Berg Ararat aufragen zu lassen, auf dem die Arche Noah niederging. Und dann erst, von welchem Berliner Tümpel sie sich für ihr Sintflutgemälde inspirieren ließ... Wenn sie dann noch ankündigt, es als Nächstes mit dem   Untergang von Sodom und Gomorrha aufnehmen zu wollen, muss man schon sehr mit den Lachtränen kämpfen.Dieser Fontane macht Lust auf mehr.