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Perversion

199 Lesepunkte
Buch (kartoniert)
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Auf der Grundlage einer Auseinandersetzung mit den Begriffen »Perversion«, »Paraphilie« und »Störung der Sexualpräferenz« wird dargestellt, inwiefern die klassische Psychoanalyse hilfreich sein kann. Die Parameter einer Perversionstherapie und weitere Therapieformen werden vorgestellt.
Das Studium der Perversionen eröffnete Freud tiefe Einsichten in die Funktionsweise von Sexualität und Erotik, die für seine Theoriebildung über die menschliche Psyche von entscheidender Bedeutung waren. Viele dieser Einsichten haben bis heute ihre Gültigkeit, viele wurden inzwischen ergänzt und differenziert. Heute wird der Begriff der Perversion im Kontext der Psychiatrie kaum mehr verwendet, sondern zunehmend durch die Bezeichnungen »Paraphilie« oder »Störung der Sexualpräferenz« ersetzt. Dennoch bezeichnen diese Termini keine identischen Phänomene, wie der Autor in der Auseinandersetzung mit den Gründen der Neudefinition anschaulich darlegt.

Ein zentrales Anliegen des Bandes ist es, zu zeigen, dass und wie die klassische Psychoanalyse etwa bei Fetischismus, Exhibitionismus oder Sadismus hilfreich sein kann. Dabei werden die für eine Perversionstherapie notwendigen Parameter betrachtet und auch weitere mögliche Therapieformen vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Einleitung

Klassifikationen in der Psychiatrie:
Störungen der Sexualpräferenz oder Paraphilie

Die Entwicklung des psychoanalytischen Perversionsbegriffs
Die »Perversion« bei Sigmund Freud
Psychoanalytische Perversionskonzepte heute
Der funktionell-dynamische Störungsbegriff
Eine integrierte psychoanalytische Perversionsdefinition

Der Trieb: Ein Grenzbegriff zwischen Psyche und Körper
Evolutionspsychologie der Triebmuster
»Libido« und »Aggression«
Wie wirken Libido und Aggression?
Zur empirischen Absicherung psychoanalytischer Einsichten

Erscheinungsformen der Perversion
Fetischismus
Sadomasochismus
Pädosexualität und Pädophilie
Exhibitionismus
Pornografiekonsum
Exkurs: Perversionen bei Frauen

Unterschiede in Intensität und Verlauf
Die Rolle des »Analen Universums«
Die Rolle der Aggressivität
Die Rolle der inneren Objekte und der Objektbeziehung
Äußere Ereignisse als Auslöser
Suchtartiger und zwanghafter Verlauf

Konsequenzen für die psychotherapeutische Arbeit
Eine »Basis-Therapie« zur »Ich-Stärkung«
Entsexualisierung der Übertragung
Das Dilemma in der Behandlung
pervers-erotischer Übertragungen
Der Ausweg aus dem Dilemma
Prinzipien einer psychoanalytischen Behandlung von Perversionen
Medikamentöse Behandlung

Schlussbemerkung
Identitätsverlust und Persönlichkeit

Literatur

Produktdetails

Erscheinungsdatum
15. April 2011
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
139
Reihe
Analyse der Psyche und Psychotherapie
Autor/Autorin
Wolfgang Berner
Verlag/Hersteller
Produktart
kartoniert
Gewicht
188 g
Größe (L/B/H)
206/128/15 mm
ISBN
9783837920673

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Pressestimmen

»Insgesamt ein Buch, das auf vorbildhafte Weise Theorie und Praxis miteinander verschaltet.«
Udo Hock, Psyche 4/2013

»In der vorliegenden, ebenso übersichtlich gehaltenen wie verständlich geschriebenen Monografie geht Wolfgang Berner den umgekehrten Weg: Reduktion von Komplexität ohne Preisgabe desjengen Bestands an Wissen, der sich in den letzten 80 Jahren wirklich angesammelt hat.«
Reimut Reiche, Zeitschrift für Sexualforschung Heft 1, März 2012

»Wolfgang Berner schöpft sowohl aus seinem theoretischen Kenntnisreichtum als auch aus seinem reichen psychoanalytischen Erfahrungsschatz, um dem Leser Perversionen verständlich zu machen.«
Dr. Dr. Andreas G. Franke, www.socialnet.de, 7. März 2012

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