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Die Inklusionslüge

Behinderung im flexiblen Kapitalismus

180 Lesepunkte
eBook epub
17,99 €inkl. Mwst.
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Diese Streitschrift entmystifiziert das »heilige Projekt« der Inklusion. Es inspiziert kenntnisreich die »Innenräume« der Gesellschaft und bilanziert ernüchternd deren Inklusionskompetenz.

Die Debatte um Inklusion hat seit der 2009 in Deutschland in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention deutlich an Popularität gewonnen. Auffällig ist, dass hier oftmals das Bild einer dichotomen Gesellschaft bemüht wird, in der es angeblich ein »Drinnen« und ein »Draußen« gibt. Der Inklusion wird dadurch der Charakter eines »heiligen Projekts« zugeschrieben, durch das Menschen mit Behinderung Aufnahme finden sollen in die Gesellschaft. Es gibt aber keine Exklusion aus der Gesellschaft. Allerdings bestehen innerhalb der Gesellschaft massive Ausgrenzungsprozesse. Diese zu beseitigen hieße, die Gesellschaft so zu transformieren, dass ihre Fokussierung auf Erwerbsarbeit und die Normierungen der leistungszentrierten Bildungsinstitutionen aufgegeben werden können.

Uwe Becker analysiert umfänglich die Ausgrenzungsdynamiken, die Menschen in den Bildungsinstitutionen, in Arbeitslosigkeit und Armut - begleitet von politischer Diffamierung - erleiden. Er fordert eine Korrektur der ökonomisch gesteuerten, erwerbsarbeitszentrierten Gesellschaftslogik ein, ohne die Inklusion zum Desaster für Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige, Pädagoginnen, Pädagogen und alle gutwilligen Akteure dieses Projekts zu werden droht.

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Produktdetails

Erscheinungsdatum
30. April 2015
Sprache
deutsch
Auflage
2., unveränderte Auflage 2016
Seitenanzahl
216
Dateigröße
0,39 MB
Reihe
X-Texte zu Kultur und Gesellschaft
Autor/Autorin
Uwe Becker
Verlag/Hersteller
Kopierschutz
mit Wasserzeichen versehen
Family Sharing
Ja
Produktart
EBOOK
Dateiformat
EPUB
ISBN
9783732830565

Portrait

Uwe Becker

Uwe Becker ist Professor für Sozialethik, designierter Präsident der Evangelischen Hochschule Darmstadt und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik. Er publiziert zu Themen gesellschaftlicher Exklusion u. a. in der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Rundschau und der ZEIT.


Pressestimmen

»Es ist eine ernüchternde Bilanz, die Beckers Ausführungen nahelegen. Aber eine mit Perspektiven, wie das umwälzende Potenzial der großen Idee im Kleinen zum Tragen kommen kann. « Uwe Herrmann, Unsere Kirche, 27. /28. 06. 2015

»Becker will [. . .] die von der Politik vereinnahmte und funktional gemachte Utopie retten. « Johannes Schillo, Erwachsenenbildung, 3 (3015)

»Beckers Buch ist ein prophetischer und zugleich fachlich fundierter Ruf, die (finanz)politischen Weichen rechtzeitug neu zu stellen, bevor das Inklusionsprojekt gegen die Wand zu fahren droht. « Wolfhard Schweiker, Zeitschrift für evangelische Ethik, 61 (2017)

»Das Buch von Becker eröffnet eine hoch interessante, fundierte soziologische Auseinandersetzung der Praxis der gesellschaftlichen Bearbeitung von Inklusion. Für den erziehungswissenschaftlichen, insbesondere auf Schule bezogenen Fachdiskurs wirft der Autor diverse Reflexionsimpulse auf, die bereichernd sind und zugleich zur schonungslosen Auseinandersetzung mit der eigenen Forschungs- und Lehrpraxis einladen. « Tanja Sturm, Erziehungswissenschaftliche Revue, 14/3 (2015)

»Wer sich mit Spielräumen, Handlungsfeldern und konkreten Maßnahmen in Museen auseinandersetzt, wird nach dieser Lektüre den Begriff der Inklusion nicht mehr leichtfertig verwenden, aber umso mehr auf deren Umsetzung beharren. « Sabina Leßmann, Standbein Spielbein, 104 (2016)

»Das Buch ist eine Streitschrift im besten Sinne und sowohl denen, die den revolutionären Gehalt der Inklusion retten wollen, als auch jenen, die sich vorschnell von einer naiven Debatte distanziert haben, zu empfehlen. « Nachrichtendienst, 11 (2015)

»Uwe Becker, ein Anwalt der Stärkung der Chancengleichheit, hat [. . .] eine fulminante Kritik der seiner Meinung nach verlogenen und nicht zu Ende gedachten Debatte verfasst. « Felix Ekardt, www. zeit. de, 15. 07. 2015

Besprochen in:junge Welt, 06. 07. 2015, Michael Zanderwww. lehrerbibliothek. de, 13. 08. 2015, Dieter BachGen-ethischer Informationsdienst, 231/8 (2015), Michael ZanderBehinderung & Menschenrecht, 59 (2015)WDR 2, 0408. 2015, Soziale Arbeit, 9 (2015)Portal für Politikwissenschaft, 10. 09. 2015, Björn WagnerSchulpädagogik heute, 12 (2015), Catrin Siedenbiedelneue caritas, 18 (2015), Thorsten HinzÖkologiePolitik, 159 (2016)evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf), 1 (2016), Gabriele SchultzThema Jugend, 2 (2016)

»[Uwe Becker] entlarvt die Inklusionsrhetorik im politischen Raum, die geeignete Maßnahmen zur Entwicklung inklusiver Strukturen häufig eher blockiert. Zugleich zerstört der Autor die naive Annahme, mit einem Appell an die Inklusionsbereitschaft und die Beschwörung der Zusammengehörigkeit die Interessensgegensätze in kapitalistischen Gesellschaft überwinden zu können. Das Buch kann allen empfohlen werden, die an der Entwicklung inklusiver Strukturen arbeiten und dabei das Unbehagen des Autors an einer zunehmenden Profillosigkeit des Inklusionsbegriffes teilen. « Albrecht Rohrmann, www. socialnet. de, 21. 07. 2015

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